0800 880 888
Haben Sie Fragen?
Möchten Sie weitere Informationen oder spezielle Auskünfte erhalten? Gerne können Sie unser Kontaktformular nutzen oder uns direkt unter 0800 880 888 (Anruf kostenlos) oder unter info@hansaton.at kontaktieren.

Niesen, Juckreiz oder schwerwiegende Atemwegsbeschwerden: Millionen Menschen weltweit sind von Allergien betroffen. Aber wussten Sie, dass Allergien auch Ihr Gehör beeinträchtigen können? In diesem Artikel untersuchen wir den Zusammenhang zwischen Allergien und Schwerhörigkeit. Wir beleuchten, ob Allergien einen Hörverlust verursachen können, welche Allergiesymptome es gibt, wann sie auftreten und wie Sie allergiebedingte Symptome lindern können.

Können Allergien zu Hörproblemen oder Hörverlust führen?

Der Zusammenhang zwischen Allergien und Schwerhörigkeit hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Obwohl Allergien selbst nicht direkt zu einem Hörverlust führen, können sie auf verschiedene Weise dazu beitragen:
1. Funktionsstörung der Eustachischen Röhren:
Einer der Hauptgründe, weshalb Allergien das Hörvermögen beeinträchtigen können, ist die Entstehung einer Funktionsstörung der Eustachischen Röhren. Allergien führen häufig zu einer Verstopfung oder Entzündung der Nasengänge und des Rachens. In diesem Fall können die Eustachischen Röhren, die das Mittelohr mit der Rückseite des Rachens verbinden, verstopft oder teilweise verlegt werden. Diese Verstopfung kann zu einer Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr, einer Mittelohrentzündung, führen. Diese kann wiederum eine Schallleitungsschwerhörigkeit auslösen, bei der der Schall nicht mehr effektiv weitergeleitet wird.
2. Nasennebenhöhlen- und Mittelohrentzündungen:
Allergien können Menschen anfälliger für Nasennebenhöhlen- und Mittelohrentzündungen machen. Die Ansammlung von Schleim in den Nasennebenhöhlen4 und Eustachischen Röhren bietet eine ideale Umgebung für Bakterien. Diese Infektion kann schmerzhaft sein, Druck in den Ohren verursachen und zu einer vorübergehenden Beeinträchtigung des Hörvermögens führen.
3. Tinnitus:
Allergien können auch Tinnitus, ein Klingeln oder Summen in den Ohren, verschlimmern. Obwohl Tinnitus per se kein Hörverlust ist, kann er äußerst störend sein und es schwierig machen, sich zu konzentrieren oder Geräusche deutlich zu hören.

Häufige Allergiesymptome

Bevor wir weiter auf den Zusammenhang zwischen Allergien und Hörverlust eingehen, werfen wir einen Blick auf einige der häufigsten Symptome1, 2 im Zusammenhang mit Allergien:
  • Niesen: Häufiges, unkontrollierbares Niesen ist ein Kennzeichen von Allergien, insbesondere von saisonalen Allergien
  • Verstopfte Nase: Eine verstopfte Nase ist eine häufige Beschwerde von Allergikerinnen und Allergikern
  • Schnupfen: Allergien können übermäßigen, oft klaren und dünnen Nasenausfluss verursachen3
  • Juckende oder tränende Augen: Bei vielen Menschen mit Allergien treten Juckreiz und Rötungen in den Augen auf
  • Husten: Allergien können anhaltenden Husten auslösen, häufig aufgrund einer Ansammlung von Schleim im Rachen
  • Halsschmerzen: Reizungen durch Schleim im Rachen können zu Halsschmerzen führen
  • Müdigkeit: Allergiesymptome können, insbesondere wenn sie länger anhalten, zu Müdigkeit und verminderter Energie führen
  • Hautausschlag: Allergische Reaktionen können sich auf der Haut als Nesselsucht oder Ausschlag äußern
  • Keuchende Atmung und Kurzatmigkeit: In schweren Fällen können Allergien zu pfeifender Atmung, Atembeschwerden oder sogar zu Asthma führen

Sind Allergien und ihre Symptome dauerhaft?

Allergiesymptome können tatsächlich kommen und gehen – je nach Allergentyp und individuellem Immunsystem. Es gibt zwei Hauptkategorien von Allergien im Hinblick auf Saisonalität:
1. Saisonale Allergien (Heuschnupfen):

Diese Allergien werden typischerweise durch Allergene im Freien wie Pollen von Bäumen und Gräsern ausgelöst. Saisonale Allergien lösen zu bestimmten Zeiten im Jahr Symptome aus, wenn die relevanten Allergene am häufigsten vorkommen. Beispielsweise treten Baumpollenallergien im Frühjahr häufiger auf, während Gräser- und Unkrautpollenallergien eher im Sommer oder Herbst vorkommen.1

2. Dauerhafte Allergien:
Diese Allergien sind nicht an eine bestimmte Jahreszeit gebunden und können das ganze Jahr über bestehen bleiben. Sie werden häufig durch Allergene in Innenräumen wie Hausstaubmilben, Tierhaare, Schimmel oder Tierkot verursacht. Auch Nahrungsmittelallergien gelten als Dauererkrankung. Dauerhafte Allergien können zu chronischen Symptomen führen, deren Intensität schwankt, die jedoch nicht unbedingt vollständig verschwinden.

 

Was hilft gegen Allergiesymptome?

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Allergien Ihr Gehör beeinträchtigen oder andere unangenehme Symptome verursachen, können Sie mehrere Dinge unternehmen, um Abhilfe zu schaffen:
1. Allergene identifizieren und vermeiden:
Der erste Schritt bei der Behandlung von Allergien besteht darin, die Allergene zu identifizieren, die die Symptome auslösen. Danach können Sie Maßnahmen ergreifen, um Ihre Exposition gegenüber diesen Allergenen zu minimieren. Wenn Sie beispielsweise allergisch auf Gräserpollen reagieren, können Sie an Tagen mit hohem Pollenflug drinnen bleiben und Luftreiniger verwenden, um die Luft in Ihrem Zuhause zu filtern.
2. Rezeptfreie Medikamente:
Antihistaminika oder abschwellende Mittel sind oft rezeptfrei und können zur Linderung von Allergiesymptomen beitragen. Diese Medikamente können gegen das Niesen, die verstopfte Nase und juckende Augen helfen.
3. Verschreibungspflichtige Medikamente:
Wenn rezeptfreie Mittel nicht wirksam sind, wenden Sie sich am besten an medizinische Expertinnen und Experten in den Bereichen Allgemeinmedizin, HNO oder Pneumologie. Sie können stärkere Medikamente oder eine Immuntherapie (Spritzen) verschreiben, um Ihr Immunsystem gegenüber bestimmten Allergenen zu desensibilisieren.
4. Nasenspülung:
Eine Nasenspülung mit Kochsalzlösung kann helfen, Allergene auszuspülen und Verstopfungen zu reduzieren.4
5. Machen Sie Ihr Zuhause allergenfrei:
Machen Sie bei Dauerallergien Ihr Zuhause zu einer allergenfreien Zone, indem Sie allergendichte Bezüge für Polster und Matratzen verwenden, regelmäßig reinigen und staubsaugen und auf diese Weise die Allergenquellen in Innenräumen minimieren.
6. Sorgen Sie für eine gute Ohrengesundheit:
Wenn Sie aufgrund von Allergien Hörprobleme haben, ist es wichtig, Ihre Ohrengesundheit regelmäßig zu checken. Suchen Sie einen Arzt oder eine Ärztin auf, wenn bei Ihnen Ohrenschmerzen, Ausfluss oder eine deutliche Verschlechterung des Hörvermögens auftreten. So wird Ihr aktueller Hörstatus am besten beurteilt und es kann frühzeitig mit einer geeigneten Behandlung gestartet werden.

Zusammenfassung

Obwohl Allergien nicht direkt einen Hörverlust verursachen, können sie z. B. durch eine Funktionsstörung der Eustachischen Röhren und Nasennebenhöhlenentzündungen zu Hörproblemen führen. Allergiebedingte Symptome können von Niesen bis hin zu schwerwiegenderen Problemen wie Asthma reichen. Allergien treten oft saisonal auf, je nach Art des Allergens, wobei einige nur zu bestimmten Zeiten im Jahr Symptome verursachen.
 
Um Allergiesymptome zu lindern, ist es wichtig, Allergene zu vermeiden, bei Bedarf rezeptfreie oder verschreibungspflichtige Medikamente zu verwenden und Maßnahmen zur Aufrechterhaltung Ihrer Ohrengesundheit zu ergreifen. Wenn Allergien Ihr Gehör beeinträchtigen oder starke Beschwerden verursachen, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, um eine individuelle Beratung und Behandlung zu erhalten.

Quellen

1. American Academy of Otolaryngology - Head and Neck Surgery. (2019). Allergies and Hay Fever. https://www.entnet.org/content/allergies-and-hay-fever
2. Mayo Clinic. (2021). Allergies. https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/allergies/symptoms-causes/syc-20351497
3. National Institute on Deafness and Other Communication Disorders. (2020). Ear Infections in Children. https://www.nidcd.nih.gov/health/ear-infections-children
4. NHS UK (2022). Allergic Rhinitis. https://www.nhs.uk/conditions/allergic-rhinitis/
Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschließlich zu Schulungs- und Informationszwecken. Diese Informationen sind kein Ersatz für eine professionelle medizinische Beratung. Wenn Sie Fragen bezüglich Ihrer Gesundheit haben, sollten Sie sich immer an eine Ärztin, einen Arzt oder eine andere medizinische Fachkraft wenden.