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Obwohl den meisten Menschen mit Hörproblemen Hörgeräte helfen würden, trägt nur jede siebente betroffene Person regelmäßig welche im Ohr. Grund dafür sind oft Vorurteile gegenüber Hörsystemen, die längst überholt sind. Wie Sie die Anzeichen eines Hörverlustes schon früher als Ihre Angehörigen bemerken, zu welchem Zeitpunkt ein Hörtest sinnvoll ist und wie Sie Menschen mit Vorurteilen gegenüber Schwerhörigkeit und Hörgeräten begegnen können, erfahren Sie hier.
Millionen von Menschen leiden an Schwerhörigkeit oder Hörproblemen. Und dabei betrifft Hörschwäche nicht nur ältere Personen, sondern immer häufiger auch junge Menschen und sogar Kinder. Hörverlust kann auf die verschiedensten Arten auftreten. So zählen unter anderem eine angeborene oder erworbene Taubheit, Altersschwerhörigkeit, plötzlicher Hörverlust/Hörsturz, Tinnitus, Hörstörungen aufgrund von Erkältungen, sensorineuraler Hörverlust oder ein Knalltrauma zu den häufigsten Hörproblemen.

Leidet man nicht an einer angeborenen Hörminderung oder Taubheit, tritt der Hörverlust meist schleichend und fast unbemerkt auf. Oftmals fällt Freundinnen und Freunden oder der Familie die Hörminderung eher auf als einem selbst und sie machen darauf aufmerksam. Doch woran können Sie selbst erkennen, dass Sie an einer Schwerhörigkeit leiden und von einem Hörgerät profitieren können?

Erste Anzeichen von Hörverlust

  • Weisen Ihre Freundinnen und Freunde oder Ihre Familie Sie darauf hin, dass Ihr Fernseher sehr laut ist?
  • Haben Sie den Eindruck, Ihre Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner sprechen sehr leise oder nuscheln?
  • Fällt es Ihnen schwer, Gesprächen zu folgen, weil Wörter mit Hochfrequenzkonsonanten wie s, t, f, p, k und Kombinationen aus Konsonanten wie ch und sch undeutlich werden?
  • Haben Sie Schwierigkeiten, sich auf Ihr Gegenüber zu konzentrieren und einem Gespräch zu folgen?
  • Wird es zunehmend schwieriger, wichtige Geräusche wie Alarme, Telefone und Türklingeln zu hören?
  • Sind hohe Töne wie Vogelgezwitscher nicht mehr so gut hörbar wie früher?
  • Werden Gespräche und Meetings am Arbeitsplatz zur Herausforderung?
  • Haben Sie selbst das Gefühl, nicht mehr so gut zu hören wie früher?
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Mädchen flüstert ihrer Oma etwas zu
All diese Punkte können Indizien für eine Hörminderung sein. Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Sie an einem Hörverlust leiden, machen Sie am besten einen kostenlosen Online-Hörtest. Oder vereinbaren Sie gleich direkt einen Termin bei einem unserer Hörgeräteakustiker bzw. einer unserer Hörakustikerinnen oder bei einer HNO-Ärztin bzw. einem HNO-Arzt.
Eine Spezialistin oder ein Spezialist kann die Ursache erkennen, Ihnen die richtige Therapie vorschlagen und mit Ihnen gemeinsam entscheiden, ob Ihnen ein Hörgerät helfen kann, Ihr Hörvermögen wieder zu verbessern.

Hörgeräte: Vorurteile und Vorteile

Vielen Menschen fällt es schwer, sich ein Hörgerät anzuschaffen. Sie benutzen eine ganze Reihe von Ausflüchten, um dieses Handeln zu rechtfertigen. Viele „Wahrheiten“ über Hörgeräte sind jedoch veraltet. Diese Legenden und Vorurteile gegenüber Hörsystemen stammen aus einer Zeit, als Hörgeräte noch mit alter analoger Technik ausgestattet waren. Diese Produkte gehören jedoch der Vergangenheit an. Wir haben für Sie einige antiquierte Meinungen zusammengestellt und die korrekten Antworten hinzugefügt.
„Hörgeräte sind groß und hässlich“
Einer der Hauptgründe, warum sich viele Personen mit ihrem Hörproblem abfinden, ist, dass sie kein Hörgerät tragen möchten, das ihrer Meinung nach auffällig und klobig ist. Dank des ergonomischen Designs sind moderne Hörgeräte so klein, dass sie vollständig im oder beinahe unsichtbar hinter dem Ohr verschwinden. Es kommt sogar vor, dass Personen vergessen, dass sie gerade Hörgeräte tragen. Hörgeräte sind zudem in verschiedenen Designs und Farben erhältlich.
„Hörgeräte helfen gar nicht“
Dieses Vorurteil hält sich hartnäckig. Aber wie kam es dazu? Noch vor einigen Jahren waren Hörgeräte klobige Haken, die hinter das Ohr geklemmt wurden und nur eine minimale Verbesserung des Hörvermögens bewirkten. Heutzutage haben Hörgeräte eine hervorragende Klangqualität und sorgen für besseres Sprachverstehen. Und: Auch wenn ein Familienmitglied oder jemand anderer nicht mit seinem Hörgerät zurechtkommt, heißt das nicht, dass alle damit Probleme haben.
„Ich muss meine Ohren nur trainieren“
Viele Betroffene meinen, dass sie durch ein Hörgerät ihren Hörsinn verwöhnen würden und das Gehör so von einer technischen Hilfe abhängig wird. Der Hörsinn regeneriert sich jedoch nicht von selbst. Wenn einmal ein Hörschaden besteht, ist es fast unmöglich, ihn rückgängig zu machen. Ein Hörgerät ist häufig das einzige wirksame Hilfsmittel. Durch die Technik werden Betroffene nicht geheilt, aber das Leben mit dem Hörverlust wird erleichtert und gleichzeitig wird einer weiteren Verschlechterung vorgebeugt.
„Hörgeräte sind viel zu teuer”
Hörgeräte sind technologisch hoch entwickelte elektronische Geräte. Sie können durchaus eine größere finanzielle Investition darstellen. Wir bei Hansaton haben unterschiedliche Preisklassen (beginnend bei 0,- Euro Hörgeräten, sofern die Krankenkasse zuzahlt). Hier auf unserer Webseite finden Sie auch noch weitere Informationen zu Kosten und Kostenübernahme seitens der Krankenkassen.
„Hörgeräte sind kompliziert“
Die analogen Geräte, bei denen stets irgendein Knopf gedrückt werden musste, gehören längst der Vergangenheit an. Moderne digitale Hörgeräte sind sehr viel einfacher zu bedienen als frühere Modelle. Die Geräte erkennen automatisch, ob man sich in einem geschlossenen Raum oder im Freien befindet und passen die Lautstärke entsprechend an. So garantieren sie vom ersten Augenblick an ein völlig neues Hörerlebnis.
„Ich höre gut, verstehe aber schlecht“
Die alten, analogen Hörgeräte haben tatsächlich alle Geräusche im selben Ausmaß verstärkt. So kam es vor, dass Hintergrundgeräusche häufig unangenehm laut waren, Sprache jedoch schlecht verstanden werden konnte. Moderne digitale Geräte verstärken automatisch, was Sie hören möchten, und blenden Hintergrundgeräusche zuverlässig aus. Vor allem in Gesprächssituationen fokussieren die Mikrofone auf die Person, die spricht – was sich auf das Sprachverstehen äußerst positiv auswirkt.
„Hörgeräte pfeifen“
Moderne digitale Geräte eliminieren das Pfeifen ebenso zuverlässig wie störenden Hintergrundlärm. Sie sorgen in jeder Situation für maximalen Hörkomfort. Sollte das Pfeifen dennoch auftreten, kann der Hörakustiker bzw. die Hörakustikerin kleine Veränderungen am Ohrpassstück oder an den Einstellungen vornehmen, um dem Pfeifen entgegenzuwirken.
„Ich brauche kein Hörgerät“
Aus falschem Stolz gestehen sich viel zu wenige Menschen ihre Hörminderung ein. Viele Betroffene akzeptieren eher eine verminderte Lebensqualität und werden nicht selten zu einer Belastung für Bekannte und Familienmitglieder, weil sie vieles nicht mehr richtig verstehen. Ein früher Gang zum Hörakustiker oder zur Hörakustikerin ist sinnvoll, hält Ohren und Gehirn gleichermaßen fit und lässt Sie wieder voll dazugehören.
„Ein Hörgerät lässt mich alt aussehen“
Heute leiden immer mehr junge Menschen unter Hörproblemen, weil sie beispielsweise zu lange zu laute Musik gehört haben. Aber: Immer wieder nachzufragen und die Leute zu bitten, das Gesagte zu wiederholen, lässt eher einen Hörverlust vermuten als ein beinahe unsichtbares Hörsystem.
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