Altersschwerhörigkeit – wenn das Hören nachlässt

Altersschwerhörigkeit – wenn das Hören nachlässt
5 Min.
Erscheinungsdatum: 9. August 2021
Datum der letzten Übertragung: 25. Juni 2026
In Österreich ist ein großer Teil der Menschen über 65 Jahre von einer altersbedingten Hörminderung betroffen. Da sich die Einschränkung langsam entwickelt, wird sie häufig zunächst als normale Alterserscheinung angesehen. Dabei kann eine frühzeitige Versorgung mit modernen Hörgeräten die Lebensqualität deutlich verbessern.

Das Wichtigste auf einen Blick:
• Altersschwerhörigkeit: (auch Presbyakusis genannt) bezeichnet den altersbedingten Abbau des Hörvermögens und ist die häufigste Form der Schallempfindungsschwerhörigkeit.
• Häufig betroffen: Davon betroffen sind häufig beide Ohren. Der Hörverlust beginnt oft mit reduzierter Wahrnehmung hoher Töne und verschlechtert sich schleichend, meist über Jahre hinweg.
• Was sagen Betroffene: Sie haben zunächst vor allem Schwierigkeiten, Sprache und Geräusche in lauter Umgebung oder bei Hintergrundgeräuschen zu verstehen („Verstehen statt Lautstärke“).
• Wird die Schwerhörigkeit ignoriert: Kann sie sich mit der Zeit auf andere Frequenzen ausweiten zudem können Symptome wie Tinnitus, Gleichgewichtsstörungen oder Orientierungsschwierigkeiten auftreten.
• Unterstützung: Auch wenn Altersschwerhörigkeit nicht rückgängig gemacht werden kann mit Hörgeräten lässt sich der Hörverlust meist gut ausgleichen und dadurch Lebensqualität, Kommunikation und Alltagsbeteiligung erhalten.

Überblick
Was ist Altersschwerhörigkeit?
Altersschwerhörigkeit (auch als Presbyakusis bekannt) ist die Abnahme des Hörvermögens mit dem Alter. Es handelt sich um die häufigste Art von Schallempfindungsschwerhörigkeit. Schallempfindungsschwerhörigkeit bedeutet, dass die Haarzellen oder Nervenbahnen im Innenohr beschädigt sind. In den meisten Fällen sind beide Ohren betroffen.
Was vielleicht überraschend ist, ist die Tatsache, dass Altersschwerhörigkeit bereits in relativ jungen Jahren seinen Anfang nehmen kann. Das Hörvermögen kann bereits zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr abzunehmen beginnen und über die Jahre immer schlechter werden. Obwohl Presbyakusis nicht lebensbedrohend ist, ist es nicht ratsam, sie zu ignorieren. Das Problem wird immer schlimmer werden und die Lebensqualität beeinträchtigen. Einige Wissenschaftliche Studien haben auch einen Zusammenhang zwischen Schwerhörigkeit und Demenz hergestellt.
In den frühen Phasen einer Presbyakusis haben Betroffene oft Probleme damit, hochfrequente Geräusche zu hören. Sprache fällt in diese Kategorie, sodass es mit der Zeit immer schwieriger wird, gesprochene Worte zu verstehen. In lauten Umgebungen oder solchen mit lauten Hintergrundgeräuschen wird das sogar noch schwieriger. Das Heimtückische an einer Presbyakusis ist, dass sich die Situation langsam verschlechtert, sodass betroffene Personen es eventuell gar nicht bemerken, dass sie nicht mehr so gut hören wie früher.
Sollten Sie davon betroffen sein, wird Ihr Hörvermögen mit der Zeit immer schlechter und hohe Tonlagen werden nicht die einzigen sein, die Ihnen immer mehr Probleme bereiten. Ihnen wird auffallen, dass Ihre Presbyakusis nun auch andere Frequenzen betrifft. Außerdem wird es Ihnen immer schwerer fallen, zu bestimmen, woher ein Geräusch kommt. Es kann sein, dass Sie einen Tinnitus (Klingeln in den Ohren) bekommen, dass Ihnen schwindelig wird oder Sie sogar Probleme mit dem Gleichgewicht bekommen.
Symptome einer Presbyakusis erkennen
Die ersten Anzeichen einer Altersschwerhörigkeit sind oft unscheinbar. Viele Betroffene bemerken zunächst nur, dass Gespräche anstrengender werden oder dass bestimmte Stimmen schwerer zu verstehen sind.
Typische Symptome der Altersschwerhörigkeit sind:
• Häufiges Nachfragen in Gesprächen
• Schwierigkeiten beim Verstehen in größeren Gruppen
• Probleme beim Sprachverstehen in Restaurants oder bei Familienfeiern
• Erhöhte Lautstärke bei Fernsehen oder Radio
• Missverständnisse im Alltag
• Schlechteres Verstehen von Frauen- und Kinderstimmen
• Das Gefühl, andere würden undeutlich sprechen
Da sich die Hörminderung meist schleichend entwickelt, bemerken Angehörige die Veränderungen häufig früher als die Betroffenen selbst.

Wie häufig tritt Altersschwerhörigkeit auf?
Wenn Sie unter Presbyakusis leiden, sind Sie damit nicht allein. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine der häufigsten Erkrankungen unter älteren Erwachsenen. Statistisch gesehen leidet etwa ein Drittel aller 65-Jährigen darunter. Weltweit sind Millionen Menschen davon betroffen.
Kommt es Ihnen so vor, als ob Ihr Hörvermögen über die Jahre langsam abgenommen hat? Dann lassen Sie Ihr Gehör kostenlos in einem Hansaton Hörkompetenz-Zentrum in Ihrer Nähe testen.
Auf der Basis der Resultate Ihres Hörtests kann Ihr HNO-Arzt oder Ihre HNO-Ärztin feststellen, wie weit fortgeschritten der Schaden an Ihrem Gehör ist. Er oder sie kann Ihnen außerdem die für Sie besten Behandlungsmethoden vorschlagen. Hörgeräte werden seit Langem mit großem Erfolg als Lösung für Altersschwerhörigkeit eingesetzt. Sie werden die Möglichkeit haben, Fragen zu verschiedenen Optionen zu stellen und die Vorteile eines Hörgerätes zu diskutieren.
Typischer Verlauf der Altersschwerhörigkeit
Die Altersschwerhörigkeit beginnt meist mit dem Verlust hoher Frequenzen. Zunächst werden bestimmte Sprachlaute wie „s“, „f“ oder „sch“ schlechter wahrgenommen. Dadurch werden Worte zwar gehört, aber nicht mehr vollständig verstanden.
Im weiteren Verlauf treten vor allem Schwierigkeiten in geräuschvollen Umgebungen auf. Gespräche in Restaurants, bei Familienfeiern oder in größeren Gruppen werden zunehmend anstrengend. Viele Betroffene ziehen sich deshalb unbewusst aus sozialen Situationen zurück.
Bleibt die Hörminderung unbehandelt, kann sie sich über Jahre weiter verschlechtern und sowohl die Kommunikation als auch die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

Ursachen: Was führt zu altersbedingtem Hörverlust?
Die Hauptursache der Altersschwerhörigkeit sind natürliche Alterungsprozesse im Innenohr. Mit zunehmendem Alter verlieren die empfindlichen Haarzellen in der Hörschnecke ihre Funktion. Diese Sinneszellen wandeln Schallwellen in Nervenimpulse um und sind für das Hören unverzichtbar. Da geschädigte Haarzellen nicht nachwachsen können, nimmt das Hörvermögen im Laufe der Jahre langsam ab.
Zusätzliche Risikofaktoren können die Entwicklung beschleunigen:
- Langjährige Lärmbelastung
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Diabetes mellitus
- Bluthochdruck
- Rauchen
- Genetische Veranlagung
- Bestimmte Medikamente
Häufig wirken mehrere Faktoren gleichzeitig zusammen und führen zu einer altersbedingten Hörminderung.
Typischer Verlauf der Altersschwerhörigkeit
Die Altersschwerhörigkeit beginnt meist mit dem Verlust hoher Frequenzen. Zunächst werden bestimmte Sprachlaute wie „s“, „f“ oder „sch“ schlechter wahrgenommen. Dadurch werden Worte zwar gehört, aber nicht mehr vollständig verstanden. Im weiteren Verlauf treten vor allem Schwierigkeiten in geräuschvollen Umgebungen auf. Gespräche in Restaurants, bei Familienfeiern oder in größeren Gruppen werden zunehmend anstrengend. Viele Betroffene ziehen sich deshalb unbewusst aus sozialen Situationen zurück. Bleibt die Hörminderung unbehandelt, kann sie sich über Jahre weiter verschlechtern und sowohl die Kommunikation als auch die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
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Unbehandelte Presbyakusis im Alltag
Altersschwerhörigkeit kann die Lebensqualität schleichend beeinträchtigen. Wenn die Betroffenen realisieren, wie stark ihr Hörverlust fortschreitet, werden sie dadurch oft entmutigt und zögern zunehmend, an sozialen Interaktionen teilzunehmen. Soziale Isolation und Depressionen sind häufige Auswirkungen von Schwerhörigkeit. Wenn auch Sie mit einer Presbyakusis kämpfen, wird Ihnen das vielleicht bekannt vorkommen. Es ist nicht einfach, sich einzugestehen, dass man andere nicht mehr gut hört und versteht. Ein weiteres Problem ist, dass zunehmender Hörverlust schnell auch die Sicherheit der Betroffenen beeinträchtigt. Stellen Sie sich etwa vor, dass Sie einen hochfrequenten Feueralarm nicht hören, wenn Ihr Haus zu brennen beginnt, oder die Sirene des Rettungsautos vor Ihrem Haus nicht mehr wahrnehmen können. All diese Situationen können Sie in Gefahr bringen. Wenn Sie unter Altersschwerhörigkeit leiden, ist es enorm wichtig, sich bei einer HNO-Ärztin, einem HNO-Arzt, einer Gehörspezialistin oder einem Gehörspezialisten einem Hörtest zu unterziehen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann herausfinden, wie stark Ihr Gehör angegriffen ist, und die besten Behandlungsmöglichkeiten für Ihr Problem vorschlagen. Falls nötig, wird er oder sie Ihnen empfehlen, Hörgeräte zu tragen, um Ihr Hörvermögen zu verbessern und Ihnen Ihr Selbstvertrauen zurückzugeben.

Vorbeugung: Warum frühzeitiges Handeln wichtig ist
Unser Gehirn verarbeitet permanent akustische Informationen, um Sprache, Emotionen und soziale Signale richtig einzuordnen. Wird das Gehirn über längere Zeit nicht ausreichend mit Höreindrücken versorgt, steigt die mentale Belastung. Gespräche werden anstrengender und viele Betroffene vermeiden soziale Situationen. Deshalb empfehlen Experten, bereits bei ersten Anzeichen einer Hörminderung einen professionellen Hörtest durchführen zu lassen. Je früher eine Versorgung erfolgt, desto besser kann sich das Gehirn an die verbesserte Hörwahrnehmung anpassen. Folgende Maßnahment tragen dazu bei, das Hörvermögen möglichst lange zu erhalten.
• Gehörschutz bei starker Lärmbelastung
• Regelmäßige Bewegung
• Gesunde Ernährung
• Kontrolle von Blutdruck und Blutzucker
• Verzicht auf Rauchen
• Regelmäßige Hörtests

Behandlung der Altersschwerhörigkeit mit Hörgeräten
Die wirksamste Behandlung der Altersschwerhörigkeit ist die Versorgung mit modernen Hörgeräten. Moderne Hörsysteme verstärken gezielt jene Frequenzen, die schlechter wahrgenommen werden. Dadurch wird das Sprachverstehen verbessert und die natürliche Kommunikation wieder erleichtert.
Vorteile moderner Hörgeräte:
• Besseres Sprachverstehen im Alltag
• Mehr Sicherheit im Straßenverkehr und zu Hause
• Weniger Höranstrengung
• Erhalt sozialer Kontakte
• Mehr Selbstständigkeit
• Höhere Lebensqualität

Hörgeräte und Demenzprävention
Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass unbehandelte Hörverluste mit einem erhöhten Risiko für kognitive Einschränkungen verbunden sein können.
Besonders große Aufmerksamkeit erhielt die internationale ACHIEVE-Studie¹. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass eine Hörgeräteversorgung bei älteren Menschen mit erhöhtem Risiko für kognitive Beeinträchtigungen den geistigen Abbau verlangsamen kann.
Hörgeräte können eine Demenz zwar nicht verhindern, sie tragen jedoch dazu bei, die geistige Aktivität, soziale Teilhabe und Kommunikation möglichst lange aufrechtzuerhalten. Die Forscherinnen und Forscher der University of Melbourne haben in ihrer Studie „ENHANCE“² herausgefunden, dass die kognitiven Fähigkeiten in der Gruppe mit Hörgeräten über drei Jahre stabil geblieben sind, wohingegen die Gruppe ohne Hörgeräte in ihren kognitiven Funktionen abbaute.³
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Erfahrungen unserer Kunden
„Ich kann wieder aktiv am Familienleben teilnehmen.“
„Ich habe lange gedacht, meine Familie würde einfach leiser sprechen. Erst beim Hörtest wurde mir bewusst, wie stark mein Gehör nachgelassen hatte. Seit ich Hörgeräte trage, verstehe ich Gespräche wieder deutlich besser und nehme viel aktiver am Familienleben teil.“
Maria, 72 Jahre
„Gespräche machen wieder Freude.“
„Besonders in Restaurants oder bei Familienfeiern hatte ich große Schwierigkeiten. Mit meinen Hörgeräten verstehe ich meine Gesprächspartner wieder viel besser und kann Unterhaltungen entspannt folgen.“
Franz, 68 Jahre
„Mehr Energie im Alltag.“
„Früher war ich nach längeren Gesprächen oft erschöpft. Heute merke ich, wie viel Energie mir das bessere Hören zurückgegeben hat.“
Elisabeth, 75 Jahre
Häufige Fragen zur Altersschwerhörigkeit
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Hinweis zur Hörgesundheit
Die hier bereitgestellten Informationen dienen der Orientierung und allgemeinen Aufklärung rund um das Thema Hörgesundheit. Sie stellen keinen Ersatz für eine professionelle medizinische Beratung oder Behandlung dar. Bei individuellen Beschwerden oder Fragen zu Ihrer Gesundheit empfehlen wir, sich an eine Ärztin, einen Arzt oder eine entsprechend qualifizierte Fachperson zu wenden.

Autor
Hansaton
Bewertet von:
HansatonSchwerhörigkeit und Demenz
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