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Hatten Sie schon einmal eine Ohrenentzündung? Dann wissen Sie, wie schmerzhaft das sein kann. Wie jeder andere Teil Ihres Körpers sind auch Ihre Ohren anfällig für Infektionen. Obwohl Ohrinfektionen bei Kindern viel häufiger vorkommen, können auch Erwachsene davon betroffen sein. Im Erwachsenenalter sind die Symptome und Komplikationen in der Regel aber viel schwerwiegender als in der Kindheit. Während die durch eine Infektion verursachten Ohrenschmerzen bei Kindern oft schnell abklingen, leiden Erwachsene häufig länger. Generell ist es immer eine gute Idee, mit einem Arzt oder einer Ärztin zu sprechen, wenn die Infektion andauert, weil dies auf ein tiefergehendes Problem hindeuten könnte.

Ohrenentzündungen können das Außen-, Mittel- und Innenohr betreffen und entweder akut oder chronisch sein. Bei Erwachsenen sind Außen- und Mittelohrentzündungen am häufigsten, während Infektionen des Innenohrs eher selten vorkommen. Von einer akuten Infektion spricht man im Allgemeinen, wenn die Symptome nur für kurze Zeit anhalten. Chronische Ohrinfektionen dauern viel länger und führen mit größerer Wahrscheinlichkeit zu dauerhaften Schäden an Teilen des Innenohrs einschließlich der Hörschnecke sowie des Hör- und des Gleichgewichtsnervs.

Wiederholte Mittelohrentzündungen können auch den für das Gleichgewicht verantwortlichen Mechanismus schädigen. Bevor wir uns mit den wichtigsten Anzeichen für Ohrenentzündungen befassen, ist es wichtig zu wissen, was eine Ohrenentzündung ist und welche Arten es gibt. Eine Ohrenentzündung (Otitis) ist eine Entzündung des Ohrs durch Erreger (Viren oder Bakterien), die durch Flüssigkeitsansammlungen hinter dem Trommelfell verursacht wird.

Arten von Ohrinfektionen

Frau hat rotes Ohr
Ohrinfektionen können das Innen-, Mittel- oder Außenohr betreffen. Kleine Kinder sind besonders anfällig für Ohrinfektionen – die meisten von ihnen erkranken vor dem dritten Lebensjahr mindestens einmal daran. Die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung ist allerdings nicht für alle gleich hoch. Zu den häufigsten Risikofaktoren zählen eine familiäre Vorbelastung, Allergien, ein schwaches Immunsystem und Passivrauchen. Babys, die mit der Flasche gefüttert werden, und Säuglinge, die einen Schnuller benutzen, haben ebenfalls ein höheres Risiko für Ohrinfektionen.
Die fünf häufigsten Ohrinfektionen sind die akute Otitis media (Mittelohrentzündung), die Otitis media mit Erguss, die Otitis externa (Schwimmerohr), ein gerissenes Trommelfell und Mastoiditis.
 
  • Die akute Otitis media tritt am häufigsten auf. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann eine akute Mittelohrentzündung leicht mit einem Otoskop diagnostizieren. Die charakteristischen Anzeichen dieser Erkrankung sind geschwollene und entzündete Mittelohrteile und Flüssigkeitseinlagerungen hinter dem Trommelfell. Eine akute Mittelohrentzündung kann sehr schmerzhaft sein und vor allem bei Kindern mit Fieber einhergehen.
  • Wenn eine Mittelohrentzündung fortgeschritten ist, kann sie zu einer sogenannten Otitis media mit Erguss führen. Interessanterweise kann das einzige Symptom dafür die Flüssigkeit hinter dem Trommelfell sein. Von einer chronischen Mittelohrentzündung mit Erguss spricht man, wenn die Flüssigkeit hinter dem Trommelfell entweder lange Zeit bestehen bleibt oder immer wieder zurückkehrt, obwohl es keine Anzeichen für eine Infektion gibt. Für Kinder ist es schwierig, mit dieser chronischen Erkrankung umzugehen, da die Flüssigkeit einen Nährboden für Krankheitserreger wie Viren und Bakterien bildet, was die Abwehr neuer Infektionen erschwert.
  • Ein gerissenes Trommelfell entsteht, wenn eine Verletzung oder Infektion einen Riss oder ein Loch im Trommelfell verursacht. Eingeschlossene Flüssigkeit im Mittelohr kann einen starken Druck erzeugen, der den Riss verschlimmert und sogar zu Hörverlust führen kann. Aber keine Sorge: Selbst wenn Ihr Arzt oder Ihre Ärztin einen Riss im Trommelfell diagnostiziert, heilt dieser meist innerhalb weniger Wochen von selbst ab.
  • Mastoiditis ist eine ernste Erkrankung, die auftritt, wenn eine Mittelohrentzündung unzureichend behandelt wird. Die Infektion kann sich dann auf den Knochen hinter dem Ohr (Mastoid) ausbreiten. Da es sich um eine schwere bakterielle Infektion handelt, sollten Sie sich unbedingt von einem Arzt oder einer Ärztin behandeln lassen. Bleibt die Infektion unbehandelt, können die Komplikationen verheerend sein und zu Taubheit, Hirnschäden, Blutvergiftung und sogar zum Tod führen.
Ohrinfektionen können das Innen-, Mittel- oder Außenohr betreffen. Kleine Kinder sind besonders anfällig für Ohrinfektionen – die meisten von ihnen erkranken vor dem dritten Lebensjahr mindestens einmal daran. Die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung ist allerdings nicht für alle gleich hoch. Zu den häufigsten Risikofaktoren zählen eine familiäre Vorbelastung, Allergien, ein schwaches Immunsystem und Passivrauchen. Babys, die mit der Flasche gefüttert werden, und Säuglinge, die einen Schnuller benutzen, haben ebenfalls ein höheres Risiko für Ohrinfektionen.

Wie entstehen Ohrinfektionen?

Um besser zu verstehen, wie Ohrinfektionen entstehen, ist es wichtig, sich mit einem bestimmten Abschnitt des Gehörgangs vertraut zu machen. Die Eustachische Röhre, auch Ohrtrompete genannt, erstreckt sich vom Mittelohr bis zum oberen Teil des Rachens hinter der Nase. Sie unterstützt die Gesundheit des Mittelohrs, indem sie den Druck ausgleicht, Sekrete ableitet und vor Infektionserregern schützt. Wenn die Eustachische Röhre verstopft oder geschwollen ist, was aus verschiedenen Gründen geschehen kann, können sich Viren und Bakterien vermehren. Das begünstigt eine Ohrinfektion. In manchen Fällen kann das Trommelfell reißen, sodass Eiter aus dem Ohr fließt.
Frau hält Hand neben ihr Ohr

Die häufigsten Symptome einer Ohrenentzündung

Schmerzen im Ohr
Schmerzen oder Unbehagen im Ohr sind eines der wichtigsten Anzeichen dafür, dass eine Ohrinfektion bevorsteht oder bereits vorhanden ist. Es ist nicht ungewöhnlich, dass jemand ein unangenehmes Gefühl tief im Gehörgang verspürt, noch bevor eine tatsächliche Infektion vorliegt. Wenn die Krankheit fortschreitet und sich die Erreger vermehren, kommt es zu Entzündungen und Schwellungen. Mit der Schwellung und Entzündung nehmen auch die Schmerzen zu. Erschwerend kommt hinzu, dass die Schmerzen nicht immer auf den Ohrbereich beschränkt sind, sondern bis in den Kiefer ausstrahlen können. Freiverkäufliche oder verschreibungspflichtige schmerzlindernde Medikamente können Linderung verschaffen.

Wichtig: Schmerzen sind nicht die einzige Art von Unbehagen, die auf Ihre Ohrenprobleme hinweisen. Viele Menschen verspüren auch einen unangenehmen Druck und einen lästigen Juckreiz.
Grippeähnliche Symptome
Wenn wir an einer Grippe erkranken, zählen Schleimbildung, Fieber, Halsschmerzen und eine laufende Nase zu den häufigsten Symptomen. Wenn die Eustachischen Röhren verstopft sind, kann sich auch eine Ohrenentzündung entwickeln. Hält die Verstopfung wochenlang an, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Ohrenentzündung exponentiell.
Schlechter Schlaf
Ohrenschmerzen können Ihre Fähigkeit beeinträchtigen, einen guten Schlaf zu finden. Bei manchen Menschen können die Schmerzen so stark sein, dass das Einschlafen zu einem echten Problem wird, zumal die Beschwerden nachts oft schlimmer werden. Ohrgeräusche, die häufig mit Mittel-, Außen- und Innenohrentzündungen einhergehen, können Sie einige Tage bis mehrere Wochen daran hindern, ausreichend zu schlafen.
Geschwollene Ohren
Geschwollene Ohren stehen in engem Zusammenhang mit den Schmerzen, unter denen viele Menschen während einer Ohrenentzündung leiden. Flüssigkeit im Gehörgang verursacht Druck, der zu Entzündungen und Schwellungen führt. Die geschwollenen Ohren verursachen Schmerzen, die das Ohr und die Umgebung betreffen. In schweren Fällen kann sich das Ohr heiß anfühlen.
Juckende Ohren
Juckreiz im Gehörgang ist kein ungewöhnliches Symptom einer Mittelohrentzündung, vor allem wenn der Juckreiz von einem Völlegefühl, starken Schmerzen, Summen oder Klingeln im Ohr begleitet wird. Leider nimmt der Juckreiz mit der Verschlimmerung der Infektion zu. Am schlimmsten ist es, wenn der Juckreiz tief im Gehörgang sitzt, sodass man nicht einmal kratzen kann.
Fieber
Fieber ist eine natürliche Reaktion des Körpers, um das Wachstum von Krankheitserregern – Viren oder Bakterien – zu stoppen. Ihr Körper setzt seine natürlichen Abwehrkräfte ein, um die Eindringlinge abzuwehren. Krankheitserreger mögen keine hohen Temperaturen, weshalb Ihr Körper die Körpertemperatur erhöht, um eine Umgebung zu schaffen, in der die Krankheitserreger nicht gedeihen können. Niedriges Fieber (unter 38,9 °C) sollte Sie nicht beunruhigen, hohes Fieber kann jedoch ein Zeichen dafür sein, dass sich die Infektion ausbreitet. Suchen Sie unbedingt einen Arzt oder eine Ärztin auf, wenn Sie hohes Fieber haben.
Ausfluss aus dem Ohr
Wenn Ausfluss aus dem Ohr austritt, ist dies ein deutlicher Hinweis auf eine schwere Mittelohrentzündung. Wenn sich zu viel Flüssigkeit im Gehörgang ansammelt, kann dies zu einem Riss im Trommelfell führen, wodurch dieses perforiert wird. Wenn sich die Flüssigkeit ihren Weg durch den Riss bahnt, wird klarer oder gelblicher Ausfluss sichtbar. Wenn der Ausfluss übel riecht, sollten Sie sich an einen Arzt oder eine Ärztin wenden.
Schwindel
Es ist kein Wunder, dass vielen Menschen schwindlig wird, wenn sie an einer Ohrinfektion erkranken. Das Ohr spielt eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts.

Wenn eine Ohrinfektion auftritt, kann die Schwellung auf diesen Mechanismus drücken, was zu Schwindel führt. Dieses Gefühl kann nicht nur beunruhigend sein, sondern auch dazu führen, dass man sich desorientiert fühlt. Wenn der Schwindel anhält, sollten Sie unbedingt mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin sprechen, um das Risiko langfristiger Gleichgewichtsprobleme zu minimieren.
Beeinträchtigung des Hörvermögens
Wenn die Infektion schwer ist oder sich ausbreitet, kann es im Laufe der Zeit zu einem gewissen Grad an Hörverlust oder zu Hörstörungen kommen. Mit der Infektion nimmt auch die Schwellung zu, was zu Verstopfungen im Gehörgang führen kann.
Kopfschmerzen
Kopfschmerzen sind auch ein mögliches Symptom für eine Ohrenentzündung. Die Schmerzen können dumpf und anhaltend sein und in Abständen auftreten. Ignorieren Sie die Symptome nicht, denn Kopfschmerzen können auch ein Anzeichen für eine Meningitis sein, eine mögliche Komplikation einer unbehandelten Ohrinfektion.
Wie Sie sehen, gibt es viele verschiedene Symptome für eine Ohrenentzündung. Sie können zwar mit Hausmitteln versuchen, die Symptome zu lindern, aber wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie eine Ohrenentzündung haben, lassen Sie Ihre Ohren am besten von einem Arzt oder einer Ärztin untersuchen.

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