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Haben Sie schon einmal einen Hörtest machen lassen? Die meisten Menschen gehen jährlich zur Vorsorgeuntersuchung und lassen ihre Augen und Zähne regelmäßig überprüfen. An das Gehör denken viele aber erst, wenn sie ältere Erwachsene sind. Wenn wir älter werden, wirkt sich ein Hörverlust in vielerlei Hinsicht aus. Er beeinflusst unsere Beziehungen und sogar unsere kognitive Gesundheit. Trotzdem nehmen wir unser Gehör so lange als selbstverständlich hin, bis wir ernsthafte Beschwerden haben.

Wann sollten Sie Ihr Gehör testen lassen?

Wie bei so vielen Gesundheitsfragen hängt es von Ihrer persönlichen Situation ab, wann und wie oft Sie Ihr Gehör testen lassen sollten. Wenn in Ihrer Familie ein Hörverlust bekannt ist oder Sie einen Beruf ausüben, bei dem Sie lauten Geräuschen ausgesetzt sind, sollten Sie sorgfältiger auf Hörtests achten als jemand, bei dem diese Faktoren keine Rolle spielen.

Im Allgemeinen empfehlen wir Ihnen, Ihr Gehör alle zwei Jahre überprüfen zu lassen – idealerweise bereits im Kindesalter. Menschen ab 50 sollten sich jedes Jahr 30 Minuten Zeit für einen professionellen Hörtest nehmen.

Wer sollte sein Gehör testen lassen?

Audiogramm Ergebnisse Beispiel
Jeder und jede sollte sich einem Hörtest unterziehen. Und das in jedem Alter! Machen Sie einen Basistest und lassen Sie dann alle zwei bis drei Jahre Ihr Gehör überprüfen. Sobald Sie 50 Jahre alt sind, sollten Sie zu einem jährlichen Test übergehen, da verschiedene Krankheiten Ihr Gehör beeinträchtigen können.

Was sollte ich vor meinem Hörtest wissen?

Der erste Hörtest ist im Grunde genommen eine Momentaufnahme Ihres Hörvermögens. Da die meisten Hörverluste auf Umweltfaktoren und den Alterungsprozess zurückzuführen sind, entwickeln sie sich langsam. Wenn Sie also die Ausgangsdaten in Ihren medizinischen Unterlagen haben, können Ärzte bzw. Ärztinnen sowie Hörakustiker und Hörakustikerinnen sich in Zukunft daran orientieren und eine Veränderung Ihres Hörvermögens feststellen.

Dieser Baseline-Test ist ein wichtiger Schritt zur langfristigen Erhaltung eines gesunden Gehörs, daher sollten Sie ihn unbedingt durchführen lassen. Die meisten Hausärztinnen und Hausärzte verfügen jedoch weder über die Ausrüstung noch über das Fachwissen, um einen modernen Hörtest durchzuführen.
Bei einem zertifizierten Hörakustiker oder einer zertifizierten Hörakustikerin können Sie sicher sein, dass Ihr Gehör gründlich beurteilt wird und eine gute Grundlage für die Beobachtung von Anzeichen eines zukünftigen Hörverlustes geschaffen wird.

Ein Hörtest dauert normalerweise 30 Minuten. Sollte ein Hörverlust festgestellt werden, sind umfangreichere Tests nötig und Ihr Termin kann ein wenig länger dauern. Überschüssiges Ohrenschmalz kann den Hörtest beeinträchtigen. Sprechen Sie mit Ihrer Hörakustikerin oder Ihrem Hörakustiker darüber, ob Sie das Ohrenschmalz vor Ihrem Besuch von Ihrem HNO-Arzt oder Ihrer HNO-Ärztin entfernen lassen sollten, damit Ihr Hörtest optimale Ergebnisse liefert.

Der Hörtest in drei Schritten

1. Überprüfung der Krankengeschichte
Ihre Hörakustikerin bzw. Ihr Hörakustiker wird Sie zu Ihrer Hörwelt befragen und herausfinden, welchen Geräuschen und Lautstärken Ihre Ohren ausgesetzt sind. Sie bzw. er wird auch auf einige Aspekte Ihrer körperlichen und geistigen Gesundheit eingehen, die nachweislich mit einem gesunden Gehör zusammenhängen.
Während des Besuchs werden Sie die folgenden Punkte besprechen: 
  • Ihre Ziele und Anliegen
  • Die Auswirkungen von Hörverlust auf Ihren Lebensstil
  • Andere damit verbundene gesundheitliche Probleme  
  • Lebensstilberatung
2. Untersuchung der Ohren und des Gehörs
  • Otoskopie: Hierbei handelt es sich um eine visuelle Inspektion des Gehörgangs und des Trommelfells, um die Gesundheit des äußeren Ohrs sicherzustellen. Dabei wird Ihr Ohr auf Ohrenschmalz und eventuelle Infektionen untersucht. ·
  • Mittelohrdruckmessung (Tympanometrie): Bei diesem Test wird Ihr Mittelohr untersucht. Dabei werden das Trommelfell, die Gehörknöchelchen, die Flexibilität des Trommelfells und die Fähigkeit, Signale an das Trommelfell zu senden, getestet. Während der Untersuchung wird ein kleines Gerät ins Ohr eingeführt und Sie spüren einen leichten Druck und hören Pieptöne.
  • Audiometrischer Hörtest: Der Test wird mit Kopfhörern oder Ohrpassstücken in einem schalldichten Raum durchgeführt. Mit diesem Reinton-Test wird Ihre Fähigkeit, verschiedene Tonfrequenzen in unterschiedlichen Lautstärken zu hören, getestet.
  • Bei Anzeichen für eine Hörminderung wird auch das Sprachverständnis überprüft: Wörter, Wörter in verschiedenen Lautstärken und Sätze mit lauten Hintergrundgeräuschen. So kann das Ausmaß der Hörminderung ermittelt werden.
  • Bei einem Hörverlust wird auch die Knochenleitung (der Knochen hinter dem Ohr) getestet, um herauszufinden, wo der Hörverlust auftritt und ob Sie für ein Cochlea-Implantat oder eine Operation infrage kommen.
3. Beratungsgespräch und Besprechung der Behandlungsmöglichkeiten
Sobald alle Tests abgeschlossen sind, wird Ihr Hörakustiker bzw. Ihre Hörakustikerin mit Ihnen über Ihre Hörgesundheit und mögliche Behandlungsoptionen sprechen, falls diese notwendig sind.
Je nach Ergebnis wird Ihr Hörakustiker oder Ihre Hörakustikerin ...
  1. eine Behandlung für Ihren Hörverlust empfehlen,
  2. Ihnen Ratschläge zur Änderung Ihres Lebensstils geben, um Ihr Gehör zu schützen,
  3. Ihnen Ratschläge geben, wie Sie Ihr gutes Gehör weiterhin erhalten können.
Je nachdem, wie ausführlich Sie den Beratungsteil des Tests nutzen, dauert ein Hörtest zwischen 30 und 90 Minuten.

Sollten Kinder und Jugendliche ihr Gehör testen lassen?

Für die meisten Kinder sind Hörtests bei der Geburt und während der Grundschulzeit eine Selbstverständlichkeit. Mit zunehmendem Alter wird jedoch weniger Wert auf Hörtests gelegt. Heute sind wir ständig mit unseren elektronischen Gadgets beschäftigt. Deswegen ist ein grundlegender Hörtest vor dem Erwachsenenalter sinnvoll. Teenager, die viel Zeit mit Ohrstöpseln oder Kopfhörern verbringen, laute Musik hören und laute Videospiele spielen, können besonders von diesen Tests profitieren. So können Sie feststellen, ob diese lauten Aktivitäten das Gehör Ihres Kindes frühzeitig schädigen.

Warum vermeiden Menschen Hörtests?

Es gibt mehrere Gründe, warum Hörtests immer wieder aufgeschoben werden. Erstens betrachten die meisten Menschen Hörtests nicht als Gesundheitsvorsorge, sondern als Tests für Menschen mit altersbedingten Problemen. Sie sind sich aber nicht bewusst, dass mit einem Hörtest auch andere medizinische Probleme erkannt werden können. Ein weiterer Grund ist, dass viele Betroffene sich ihrer Hörminderung nicht bewusst sind. Da ein Hörverlust meist allmählich und schleichend auftritt, beispielsweise altersbedingter Hörverlust, ist es nicht einfach, das Ausmaß zu erkennen. Manchmal kann es auch schwierig sein, sich der Realität und den Implikationen eines Hörverlustes zu stellen. Einigen Menschen ist ihr Hörverlust peinlich und sie verbinden viele Vorurteile mit Hörminderungen und Hörgeräten.

Was sind die Risiken, wenn ich keinen Hörtest mache?

Regelmäßige Hörtests zeigen, ob Sie einen Hörverlust haben oder ob sich dieser verschlimmert.
Viele Menschen lassen ihre Sehkraft jährlich überprüfen. Mit regelmäßigen Hörtests können Sie auf ähnliche Weise messen, wie schnell Ihr Hörverlust fortschreitet. Vereinbaren Sie regelmäßige Termine bei Ihrer Hörakustikerin oder Ihrem Hörakustiker, um zu vermeiden, unnötig unter einer Hörminderung zu leiden.

Ihre Hörakustikerin oder Ihr Hörakustiker kann Ihre vorhergehenden Audiogramme mit den aktuellen vergleichen. Wenn es Anzeichen für eine Verschlechterung des Hörvermögens gibt, kann sie bzw. er Sie bezüglich Vorsorge beraten oder Ihnen frühzeitig eine Therapie empfehlen. So können Ohrinfektionen, Ohrenschmalzablagerungen, Probleme mit dem Gehörgang oder dem Trommelfell und lärmbedingte Hörverluste unter Einbindung Ihrer HNO-Ärztin bzw. Ihres HNO-Arztes behandelt werden. Wie Sie sehen, hat es mehr Nachteile, keine Hörtests zu machen, als sich regelmäßig untersuchen zu lassen. Wenn ein leichtes Hörproblem frühzeitig erkannt wird, kann eine Verschlimmerung des Hörverlustes vermieden werden. Eine sachkundige Hörakustikerin oder ein sachkundiger Hörakustiker kann Sie beraten und Ihnen dabei helfen, die bestmögliche Lösung für Sie zu finden.

Andere Krankheiten werden später diagnostiziert
Eines der größten Risiken, wenn Sie Ihr Gehör nicht regelmäßig untersuchen lassen, besteht darin, dass Sie so die Diagnose bestimmter Krankheiten aufschieben könnten. Diabetes ist zum Beispiel eine mögliche Ursache für einen Hörverlust. Eine angemessene Behandlung kann dann auch das Gehör verbessern.

Bluthochdruck ist ein weiteres Gesundheitsproblem, das mit Tinnitus (Ohrgeräuschen) und Hörverlust in Verbindung gebracht wird. Ein Hörtest kann Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt helfen, die zugrunde liegende Ursache zu ermitteln und die Behandlung einer Krankheit zu empfehlen, von der Sie nicht einmal wussten, dass Sie sie haben.

Zusammenfassung

Vorsorge ist besser als Heilen! Ein Hörverlust kann verheerend sein. Schützen Sie Ihre Ohren, indem Sie einen grundlegenden Hörtest für sich und Ihre Lieben durchführen lassen. Ein solcher Test ist einfach und schmerzlos und kann Hörprobleme frühzeitig aufdecken.

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Frau führt bei Mann einen Hörtest durch
Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschließlich zu Schulungs- und Informationszwecken. Diese Informationen sind kein Ersatz für eine professionelle medizinische Beratung. Wenn Sie Fragen bezüglich Ihrer Gesundheit haben, sollten Sie sich immer an einen Arzt, eine Ärztin oder eine andere medizinische Fachkraft wenden.

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