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Eine der größten Herausforderungen für Hörakustikerinnen und Hörakustiker besteht darin, Ihnen bei der Auswahl der für Sie am besten geeigneten Hörgeräte zu helfen. Denn Hörgeräte, die in der Schublade landen, nützen niemandem und werden schnell zu einer Enttäuschung. Aber bei Problemen mit Hörgeräten sind die meisten Betroffenen ratlos und wissen nicht, was mit dem winzigen Gerät nicht stimmen könnte. Sobald sich das Problem nicht lösen lässt, halten sie sich lieber ganz von der Hörgerätetechnologie fern.

Dabei ist die Fehlerbehebung bei neuen Hörgeräten gar nicht so schwierig, wie Sie vielleicht denken. Zwar kann es sowohl bei Hinter-dem-Ohr- als auch bei Im-Ohr-Hörgeräten n zu Problemen kommen, aber meist gibt es einfache Lösungen dafür, die wir Ihnen hier vorstellen. Häufig sind Sie nicht einmal auf die Hilfe einer Hörakustikerin oder eines Hörakustikers angewiesen.

Sind Ihre Hörgeräte richtig programmiert?

Wie Sie wissen, ist jeder Mensch einzigartig. Ihr Gehör und Ihr Hörverlust sind da keine Ausnahme. Deswegen stimmt Ihre Hörakustikerin bzw. Ihr Hörakustiker die Hörgeräte auf Ihre individuellen Bedürfnisse ab. Manchmal müssen die Einstellungen jedoch optimiert werden, um das Beste aus Ihren Hörgeräten herauszuholen.

Wenn Sie Probleme mit einem älteren Hörgerät haben, muss Ihre Hörakustikerin bzw. Ihr Hörakustiker möglicherweise die Programmierung ändern, um es an Ihr verändertes Gehör anzupassen. Ähnlich wie unser Sehvermögen kann sich auch unser Gehör mit der Zeit verändern. Wenn Ihre Sehkraft nachlässt, benötigen Sie andere Brillengläser. Das gilt auch für das Gehör. Deswegen sollten Sie einen jährlichen Hörtest durchführen lassen.

Waren Sie mehrere Jahre lang nicht bei Ihrer Hörakustikerin oder Ihrem Hörakustiker, hat sich Ihr Hörverlust wahrscheinlich verschlimmert und Ihre Hörgeräte verstärken die Töne nicht mehr ausreichend. Das mag zwar enttäuschend klingen, aber die Hörgeräte umzuprogrammieren, ist nicht allzu kompliziert und Ihre Hörakustikerin oder Ihr Hörakustiker kann Ihnen dabei helfen.

Wenn Sie jedoch seit über fünf Jahren keinen Hörtest mehr gemacht haben, benötigen Sie wahrscheinlich ein neues Gerät. Damit Sie weiterhin gut hören, sind regelmäßige Besuche bei Ihrer Hörakustikerin oder Ihrem Hörakustiker und kleine Anpassungen an Ihre veränderten Bedürfnisse das A und O.

Ist Ihr Hörgerät richtig eingestellt?

Mann mit mit Hörgerät im Ohr von hinten
Wenn Sie ein neues Hörgerät bekommen, überprüft Ihre Hörakustikerin bzw. Ihr Hörakustiker, ob Ihr Hörgerät richtig eingestellt ist. Dabei wird getestet, ob leise und laute Töne im richtigen Maß verstärkt werden und für Sie gleichmäßig hörbar sind, ohne dabei zu laut zu werden. Manchmal ist die Lösung simpler, als Sie glauben: Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie ein neues Hörgerät brauchen, könnte es manchmal ausreichen, die Einstellungen anzupassen.

Sollte Ihr Hörgerät nicht angenehm am Ohr sitzen, haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder geben Sie sich noch etwas mehr Zeit, um sich an das neue Hörgerät zu gewöhnen, oder Sie probieren eine andere Passform. Lassen Sie sich von falschen Einstellungen oder einer schlechten Passform nicht entmutigen. Mit ein paar Updates oder der Optimierung der Passform können Sie Ihr Hörgerät weiterhin nutzen.

Sind Ihre Hörgeräte gut gepflegt?

Weil Hörgeräte so klein sind, können sich Ablagerungen und Ohrenschmalz leicht in ihnen festsetzen und dazu führen, dass die Hörgeräte nicht mehr richtig funktionieren. Ohrenschmalz (Cerumen) ist zwar völlig normal, aber große Mengen davon können das Gerät verstopfen. Wenn Sie zu den Menschen gehören, deren Ohren übermäßig viel Ohrenschmalz produzieren, sollten Sie Ihre Hörgeräte täglich reinigen.
Achten Sie darauf, dass Ihre Hörgeräte sauber sind, wechseln Sie regelmäßig den Ohrenschmalzschutz und vermeiden Sie es, Ihre Hörgeräte zu tragen, wenn Sie Ihr Haar mit Haarspray stylen. Sollten Sie Schwierigkeiten haben, Ihre Hörgeräte selbst zu reinigen, kann Ihnen Ihre Hörakustikerin bzw. Ihr Hörakustiker helfen. Außerdem könnte es sinnvoll sein, zumindest einem Familienmitglied den Reinigungsprozess zu zeigen.

Hat sich die Form Ihres Gehörgangs verändert?

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass sich die Form des Gehörgangs mit zunehmendem Alter verändert. Darüber hinaus könn
en auch Gewichtsveränderungen und bestimmte plastische Operationen die Form des Gehörgangs verändern. Bei einem Schlitzleck kann beispielsweise Luft um das Hörgerät herum fließen und die Fähigkeit des Hörgeräts, Töne zu verstärken, beeinträchtigen und Rückkopplungen erzeugen.
Wenn sich zu viel Ohrenschmalz im Gehörgang angesammelt hat, kann dies ebenfalls zu Rückkopplungen führen.

Diese Probleme können Sie beheben, indem Sie das überschüssige Ohrenschmalz entfernen oder eine neue Otoplastik nach einem neuen Ohrabdruck anfertigen lassen.

Brauchen Sie mehr als ein Hörgerät?

Menschen mit auditiver Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) haben mit einem komplexeren Hörproblem als einem Hörverlust zu kämpfen. AVWS beeinträchtigt das Hörsystem auf der Ebene des Gehirns, indem es die Art und Weise stört, wie das Gehirn das Gehörte versteht. Obwohl Menschen mit dieser Störung Probleme mit hörbezogenen Aufgaben haben, wird sie nicht als eine Art von Hörverlust angesehen. 

Hörgeräte allein helfen bei AVWS also nicht. Zusätzlich können eine aurale Rehabilitation und andere Hilfsmittel für Menschen mit schweren Hörproblemen in Umgebungen mit vielen Hintergrundgeräuschen erforderlich sein.
Frau sitzt auf dem Sofa und hält sich Ohr

Ist Feuchtigkeit in Ihrem Gerät eingeschlossen? 

Wenn Sie vergessen, Ihr Hörgerät vor dem Duschen herauszunehmen, könnte Feuchtigkeit in Ihr Gerät gelangen. Anders als Ohrenschmalz kann sich Feuchtigkeit negativ auf das gesamte Hörgerät auswirken und verschiedene Störungen verursachen. Zum Beispiel, dass der Ton ein- und ausgeht oder das gesamte Gerät nicht mehr funktioniert. Legen Sie Ihre Hörgeräte am besten nachts in ein Trockengefäß und reinigen Sie sie jeden Tag.

Benutzen Sie Ihre Hörgeräte oft genug?

Wenn Sie Ihre Hörgeräte zum ersten Mal tragen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass es ein bisschen dauert, bis Sie sich vollständig an sie gewöhnt haben. Wenn Sie Ihre Hörgeräte nur gelegentlich oder nur ein paar Stunden am Tag tragen, dauert die Eingewöhnungszeit länger. Daher empfehlen wir Ihnen, Ihre Hörgeräte regelmäßig und mindestens acht Stunden am Tag zu tragen.

Pfeifen Ihre Hörgeräte?

Obwohl die meisten modernen Hörgeräte über eine automatische Rückkopplungsunterdrückung verfügen, kann es trotzdem manchmal zu einem Pfeifgeräusch kommen. So können Sie pfeifende Hörgeräte vermeiden:
  1. Decken Sie Ihre Hörgeräte nicht mit einer Mütze oder einem Schal ab.
  2. Legen Sie Ihren Kopf nicht auf einen Polster, wenn Sie ein Hörgerät tragen.
  3. Achten Sie darauf, dass das Ohrpassstück richtig im Ohr sitzt. Wenn es sich nicht in der richtigen Position befindet, ist die Wahrscheinlichkeit einer Rückkopplung größer.
  4. Stellen Sie die Lautstärke richtig ein. Wenn Sie den Ton zu laut aufdrehen, kann es zu Rückkopplungen kommen.
  5. Bitten Sie Ihre Hörakustikerin bzw. Ihren Hörakustiker, Ihr Ohr zu untersuchen und eventuell festsitzendes Ohrenschmalz zu entfernen.

Lässt sich Ihr Gerät nicht einschalten?

Wenn der Austausch der Batterie das Problem nicht löst, versuchen Sie es mit den folgenden Tipps:
  • Vergewissern Sie sich, dass die Batterie richtig herum eingelegt ist.
  • Einige Geräte verfügen über eine Ein/Aus-Taste. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Gerät eingeschaltet ist. 
  • Entfernen Sie eventuelle Verschmutzungen. 
  • Prüfen Sie, ob die Schläuche oder Kabel intakt sind. Wenn Sie Risse oder Sprünge feststellen, sollten Sie diese Teile unbedingt ersetzen lassen.

Haben Ihre Hörgeräte eine schlechte Klangqualität?

Wenn Sie zum ersten Mal Hörgeräte tragen, stellen Hörakustikerinnen und Hörakustiker die Lautstärke oft ein weniger leiser ein, um Ihnen Zeit zu geben, sich an die Hörgeräte zu gewöhnen. Es ist daher nicht ungewöhnlich, dass Ihnen der Klang nach ein paar Wochen schwächer oder sogar dumpf erscheint. Nach Ansicht von Expertinnen und Experten ist das ein Zeichen dafür, dass sich Ihr Gehirn an die Töne gewöhnt hat und Ihr Gerät lauter gestellt werden sollte. Das erfordert ein wenig Geduld. Es kann mehrere Termine bei Ihrer Hörakustikerin oder Ihrem Hörakustiker erfordern, bis der Klang stimmt.
Bei älteren Geräten können veraltete Batterien oder verstopfte Cerumenfilter der Grund für leisere Töne sein.

Hörgeräte können Ihre Lebensqualität und die Ihrer Mitmenschen merklich verbessern. Planen Sie regelmäßige Besuche bei Ihrem Hörgeräteakustiker ein und scheuen Sie sich nicht, alle Probleme anzusprechen. Wenn Sie Ihre Hörgeräte in gutem Zustand halten und regelmäßige Hörtests durchführen, sollte einem guten Hörerlebnis nichts mehr im Wege stehen. 

 

Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschließlich zu Schulungs- und Informationszwecken. Diese Informationen sind kein Ersatz für eine professionelle medizinische Beratung. Wenn Sie Fragen bezüglich Ihrer Gesundheit haben, sollten Sie sich immer an einen Arzt oder eine andere medizinische Fachkraft wenden.  

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