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Martin Breuss testet Hörgeräte-Innovationen für Hansaton. Diesmal probiert er die Technologie zum drahtlosen Verbinden von Hörgeräten mit Handy und TV im Alltag. Dabei begleiten wir ihn einen Tag lang im Auto, bei der Arbeit und in seiner Freizeit. Natürlich telefonisch.

Aufstehen, online gehen

Wenn morgens der Wecker läutet, gilt sein erster Griff dem Nachtkästchen. Bis er im Badezimmer angekommen ist, sind die Hörgeräte im Ohr und Martin ist verbunden mit der Welt. „Wenn dann meine Tochter Daniela zum Frühstück kommt, verstehe ich wieder alles, was sie mir sagt. Ein schönes Gefühl!“, erzählt Martin. Sie war es auch, die eines Tages zu Besuch kam und ihn darauf aufmerksam machte, dass sein Fernseher viel zu laut eingeschaltet war und er doch mal einen Hörtest machen sollte. Bis es tatsächlich so weit kam, dauerte es noch über ein halbes Jahr. „Ich habe mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt und hatte Angst vor dem Ergebnis. Irgendwann habe ich mich geschlagen gegeben, woraufhin meine Tochter nur gemeint hat ‚Für mich musst du das nicht machen, das machst du nur für dich selbst!‘. Und sie sollte Recht behalten.“ Das war vor vier Jahren. Seither trägt Martin Hinter-dem-Ohr-Hör-geräte von Hansaton: „Vorher habe ich meine Schwerhörigkeit gar nicht bemerkt. Erst hinterher sind mir Situationen eingefallen, in denen ich mich unwohl gefühlt hatte. Wenn im Gasthaus ein Wirbel war und ich meine Freunde nicht verstanden habe, zum Beispiel. Aber das war ein langer Prozess.“

Smart zur Arbeit

Dem Salzburger wurde vom HNO-Arzt eine Lärmschwerhörigkeit diagnostiziert. Eine solche kann entstehen, wenn die Ohren über einen längeren Zeitraum Lärm in hoher Intensität ausgesetzt sind. Martin geht davon aus, dass sich seine Hörleistung aufgrund seines früheren Berufs als LKW-Fahrer langsam und lange unbemerkt verschlechtert hat. Heute arbeitet er als Hausmeister in Salzburg. Auf dem Weg zur Arbeit erreichen wir ihn im Auto, sein Smartphone ist dabei direkt mit den Hörgeräten im Ohr verbunden. „So verstehe ich meine Gesprächspartner besser als über die beste Freisprecheinrichtung – einfach, weil ich die Sprache direkt ins Ohr geliefert bekomme. Die Fahrtgeräusche im Hintergrund höre ich überhaupt nicht, schon aber das Hupen oder andere Signale“.

Die Verbindung funktioniert dabei genauso, als würde man das Handy mit der Freisprecheinrichtung im Fahrzeug koppeln wollen – als Ausgabegerät wird lediglich das Hörgerät definiert.

Arbeiten, aber sicher!

Als Hausmeister ist er ein ziemlicher Allrounder: Neben Lagertätigkeiten stehen Fahrten mit Firmenbussen oder dem Stapler auf der täglichen To-do-Liste. Dabei ist es einerseits wichtig, gut sehen und hören zu können, um Gefahren rechtzeitig zu erkennen. Aber auch der soziale Aspekt ist nicht zu unterschätzen: „Früher habe ich die Hälfte nicht verstanden, was meine Kollegen in der Kaffeepause erzählt haben. Zweimal fragt man ja nach, aber ein drittes Mal ist zu peinlich. Da wäre ich mir richtig blöd vorgekommen“, erinnert sich Martin. Und: „Mit den neuen Hörgeräten ist sogar 360-Grad-Hören möglich. Das heißt, ich kann nicht nur akustisch wahrnehmen, was gerade vor oder neben mir im Gange ist, sondern auch was hinter mir passiert.“
„Ich verstehe meine Gesprächspartner besser als über die beste Freisprecheinrichtung – einfach, weil ich die Sprache direkt ins Ohr geliefert bekomme. ”
Durch die Möglichkeit, direkt mit einem Griff zum Hörgerät das Telefon abheben zu können, entstehen für Martin und seine Kollegen auch oft lustige Situationen. Wer neben dem Hörgeräteträger steht und dessen Handy nicht läuten hört, weil es beispielsweise lautlos gestellt und in der Hosentasche versteckt ist, nimmt gar nicht wahr, wenn Martins Smartphone klingelt. Und doch fängt er manchmal ganz unvermittelt ein Gespräch an. „Mittlerweile haben sich die Kollegen und meine Chefin an meine Telefonate gewöhnt, die auf den ersten Blick wie Selbstgespräche aussehen. Wegen der vielen Wireless-Lösungen der jungen Leute wird man auch auf der Straße nicht mehr so komisch angeschaut, wenn man plötzlich zu sprechen beginnt. Dass Menschen etwas im Ohr haben, das man nicht sieht, wird langsam zur Normalität“, lacht Martin.
„Seit ich Hörgeräte trage, kann ich mich wieder an der Diskussion beteiligen. ”
Wer mit dem Salzburger spricht, könnte meinen, dass Hörgeräteträger sogar Vorteile gegenüber Normalhörenden haben. Hören, Verstehen und die Handhabung von Hörsystemen wirken bei ihm sehr einfach. Dennoch wirft er ein: „Wer das ganze Potenzial eines Hörgerätes ausnutzen will, muss sich schon die Mühe machen und ein paar Mal zum Akustiker gehen. Da darf man nicht zu faul sein. Die von Hansaton werden nie sagen ‚Jetzt ist der schon wieder da‘ – im Gegenteil.“ Und tatsächlich: Die Anpassungsphase eines Hörgerätes dauert bei Menschen unterschiedlich lange. Manche sind bereits nach dem ersten Termin zufrieden, andere tüfteln ein paar Wochen oder Monate mit ihrem Akustiker, bis jedes Programm zur jeweiligen Hörsituation im Alltag passt und richtig eingestellt ist.

Beschwingt Nordic Walken

„Bei mir kann man wirklich sagen, dass das ganze Leben wieder lebenswerter ist. Ich höre und verstehe wieder alles, auch wenn ich in Gesellschaft bin“, beschreibt Martin. Mittlerweile ist er mit seinen Nordic-Walking-Stöcken im Wald unterwegs. Auch jetzt verwendet er die Hörgeräte zum Telefonieren, aber nicht nur: Da diese mit dem Handy verbunden sind, ist es auch möglich, Musik direkt ins Ohr zu übertragen, die auf dem Smartphone gespeichert ist. Das ist gerade bei einer Sportart, bei der beide Hände gebraucht werden, von Vorteil. „Wenn währenddessen jemand anruft, höre ich nur ein kurzes Klingeln und kann direkt mit den Knöpfen auf dem Hörgerät abheben, ohne dass ich extra stehenbleiben und meine Stöcke aus der Hand legen muss.“ Auch die Lautstärke kann über die Hörgeräte oder übers Handy geregelt werden.
Martin beim spazieren gehen

Entspannt fernsehen

„Ich habe eine Dolby-Surround-Anlage und will den Klang genießen können. Dass mir das wichtig ist, habe ich bereits in der Anpassungs-phase meiner Hörgeräte betont. Daher hat mir meine Akustikerin ein eigenes Programm am Hörgerät eingerichtet. So schaffe ich satte Bässe, wenn ich zum Beispiel eine Musiksendung anschaue“, erklärt der Salzburger Reggae-Fan. Für sein TV-Gerät hat er sich ein eigenes Zusatzgerät bei Hansaton besorgt, das als Schnittstelle zwischen Fernsehapparat und Hörgerät dient. Solcherlei Zubehör ist für alle moderneren Fernseher erhältlich.

Getümmel im Gasthaus

Wir erreichen Martin im Stammbeisl mit seinen Freunden. Die Hintergrundgeräusche sind enorm – lautes Lachen und Getratsche vermischt sich mit rockiger 80er-Jahre-Musik. „Früher habe ich oft nur ein Gemurmel und ein Getöse rund um mich gehört, aber verstanden habe ich wenig. Deswegen bin ich auch weniger fortgegangen. Wenn man hier sitzt, als würde man nicht dazugehören, macht es keinen Spaß mehr. Seit ich Hörgeräte trage, kann ich mich wieder an der Diskussion beteiligen“, erzählt Martin stolz. Auch für seine geselligen Zusammentreffen hat Martin ein eigenes Programm installieren lassen. Falls es ihm hie und da in einer Situation dennoch zu laut wird, dreht er selbst eine Spur leiser. „Wenn die Hörgeräte grundsätzlich richtig auf einen Menschen eingestellt sind, dann kann man Kleinigkeiten wie die Lautstärkenanpassung vor Ort ganz einfach selbst machen“, sagt Martin.

Der Salzburger ist als Praxistester auch Teil der Hansaton Hörfamilie. Sein Gesicht erscheint österreichweit auf Plakaten neben der Straße, in den Hansaton Hörkompetenz-Zentren oder online in den sozialen Netzwerken. Angesprochen auf seinen neu erlangten Ruhm sagt er: „Als die ersten Plakate vor drei Jahren erschienen sind, haben mich viele Freunde angerufen und gefragt, ob ich einen Zwillingsbruder habe. Sie hatten vorher gar nicht bemerkt, dass ich überhaupt Hörgeräte trage. Die vielen positiven Reaktionen haben mich bestärkt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Und in meiner Rolle als Praxistester kann ich jedem nur empfehlen: Machen! Wer schlecht hört, soll nicht zögern und sich einfach ein Hörgerät holen.“

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