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Haben Sie sich schon einmal Gedanken um den Schutz Ihrer Ohren gemacht? Nein? Damit sind Sie sicher nicht allein. Oft denken wir nämlich gar nicht daran, welche Auswirkungen alltägliche Geräusche auf unser Gehör haben können. Dabei kann dauerhafter Lärm nicht nur zu Hörverlust führen, sondern birgt auch zahlreiche andere gesundheitliche Risiken. Hier erfahren Sie mehr zu den Auswirkungen von Lärm und wie Sie Ihr Gehör am besten schützen können.

Haben Sie gewusst, dass...

...weltweit eine von sechs Personen unter Hörproblemen leidet? Bei ca. 30 % dieser Personen wird die Hörminderung dadurch ausgelöst, dass sie lauten Geräuschen ausgesetzt sind.

Warum sollte ich mein Gehör schützen?

Anders als beim Auge, das blitzschnell das Lid schließen kann, kann sich das Gehör nicht selbst vor Lärm schützen. Wir können unsere Ohren nicht bewusst zuklappen oder sie kurz abstellen. Sie sind immer empfangsbereit für Töne, Geräusche – und eben auch Lärm. Dementsprechend können bei regelmäßiger oder akuter starker Lärmbelastung die Haarsinneszellen im Inneren des Ohres leiden und sogar absterben. Das kann im schlimmsten Fall zu einem Hörverlust führen.

Damit wir auch weiterhin das gesamte Klangspektrum des Lebens genießen können, müssen wir also etwas für den Schutz unseres wichtigsten Sinnes tun. Wenn nicht, können wir uns irgendwann nicht mehr auf ihn verlassen – sei es in Gesprächen oder in Gefahrensituationen.
Mann telefoniert im Regen

Welche gesundheitlichen Auswirkungen hat eine hohe Lärmbelastung?

Oft ist uns gar nicht bewusst, dass unser Gehör in vielen Situationen im Alltag gefährdet ist: Zu laute Musik in Diskotheken, Konzerte oder Lärm bei Heimwerkerarbeiten können selbst bei jungen Menschen schnell zu Einbußen im Hörvermögen führen. Auch dauerhafter Lärm, wie zum Beispiel an einer Hauptverkehrsstraße, liegt mit Lautstärkewerten um die 80 Dezibel bereits im Risikobereich und kann das Gehör langfristig belasten. Neben einer lärmbedingten Schwerhörigkeit, von der immer mehr Leute betroffen sind, können laute Geräusche auch zu Tinnitus oder einem Knalltrauma führen.
Andauernder Lärm beeinflusst aber nicht nur unsere Ohren, sondern unseren ganzen Körper. Denn jedes störende Geräusch versetzt den menschlichen Körper in Alarmbereitschaft. Das führt zu Ausschüttung von Stresshormonen, schnellerem Herzschlag, gesteigertem Blutdruck und Atemfrequenz. Weitere Folgen der Lärmbelastung können auch Konzentrationsprobleme, die Beeinträchtigung des Leistungsvermögens, Schlafprobleme, Bluthochdruck und sogar Herzkreislaufkrankheiten sein.
Mit dem passenden Gehörschutz können Sie Hörschäden und weiteren gesundheitlichen Risiken wirksam vorbeugen.

Wie kann ich mein Gehör ganz einfach schützen?

Um eine Hörminderung zu vermeiden, sollten Sie einige Tipps zum Schutz Ihres Gehörs beachten. Sie sind leicht anzuwenden und tragen dazu bei, dass Ihre Ohren weniger schädlichem Lärm ausgesetzt werden und Sie weiterhin einwandfreies Hören genießen können:
Von der Quelle entfernen!
Achten Sie darauf, wie lange Sie lauten Geräuschen ausgesetzt sind, und versuchen Sie regelmäßig eine Pause von ca. 15 Minuten einzulegen, um Ihren Ohren eine Entspannung zu gönnen.
Laute Situationen vermeiden!
Wenn Sie Ihre Stimme erheben müssen, um gehört zu werden, ist es wahrscheinlich, dass Sie sich in einer Situation befinden, die für Ihr Gehör gefährlich ist.
Runterdrehen!
Radio, Fernseher, MP3-Player: Stellen Sie sicher, dass sie eine bestimmte Lautstärkestufe nicht überschreiten, sondern drehen Sie lieber leiser.
Reduzieren!
Reduzieren Sie die Anzahl von parallelen Geräuschquellen. Gleichzeitig Gespräche zu führen, Musik am Computer und laufende elektrische Geräte zu hören, ist belastend für die Ohren.
Leise Geräte kaufen!
Waschmaschine, Geschirrspüler, Kühlschrank: Achten Sie beim Kauf von Elektrogeräten auf die Dezibel-Angabe: Je kleiner die Zahl, desto leiser und damit umso besser für Ihr Gehör.
Ohrenschutz tragen!
Wenn Sie lauten Haushalts- oder Freizeittätigkeiten, wie z. B. Rasenmähen oder Holzsägen, nachgehen, setzen Sie unbedingt einen Gehörschutz auf. Eine Kreissäge bringt es auf 110 dB – das liegt knapp unter der Schmerzgrenze! Wenn Sie regelmäßig Konzerte besuchen oder Musiker bzw. Musikerin sind, lohnt es sich, in maßgeschneiderten Gehörschutz für Musiker zu investieren. Vermeiden Sie es, direkt vor einem Lautsprecher oder Verstärker zu stehen.
Gehör schützen!
Wenn Sie eine laute Situation nicht vermeiden können, schützen Sie Ihre Ohren mit professionellem Gehörschutz.
Ohren zuhalten!
Was bei Kindern ein Reflex ist, sollten Erwachsene sich wieder ins Gedächtnis rufen: Drücken Sie bei akuter Lärmbelastung die Hände fest auf die Ohren und entfernen Sie sich von der Lärmquelle.
Regelmäßig überprüfen!
Lassen Sie Ihr Gehör alle zwei Jahre überprüfen, vor allem wenn Sie eine Veränderung an Ihrem Hörvermögen bemerkt haben. Ihr HNO-Arzt oder Ihre Hörakustikerin kann Ihnen weitere Tipps geben, wie Sie Ihr Gehör schützen können.

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