4 Arten, wie wir alle unser Gehör schützen sollten

4 Arten, wie wir alle unser Gehör schützen sollten
5 Min.
Erscheinungsdatum: 17. September 2024
Datum der letzten Überarbeitung: 15. Juni 2026
Das Gehör ist jener der fünf Sinne, der uns die Interaktion mit unserer Umwelt ermöglicht. Dieser Sinn ist auch grundlegend wichtig für unsere Sicherheit und Orientierung im Raum und ist Tagund Nacht ruhelos im Einsatz. Das Gehör verschafft nicht nur das Vergnügen, Musik, die Klänge der Natur oder die Wörter in einem Gespräch vernehmen zu dürfen. Dieser Sinn ist auch grundlegend wichtig für unsere Sicherheit und Orientierung im Raum. Allerdings schützen die meisten Menschen ihr Gehör nicht angemessen, sondern nehmen Gewohnheiten an, die ihrer Hörgesundheit schaden. Die Folgen, wie zum Beispiel Hörverlust, erkennen Sie dann oft zu spät. Im Folgenden stellen wir ein paar Methoden zum Schutz Ihres Gehörs vor.
Das Wichtigste auf einen Blick
• Schützen Sie Ihr Gehör konsequent vor Lärm – etwa durch Gehörschutz am Arbeitsplatz, ausreichend Abstand zu Lautsprechern und eine moderate Lautstärke bei Musik.
• Nutzen Sie Kopfhörer bewusst: Vermeiden Sie lange Hörzeiten, legen Sie regelmäßige Pausen ein und halten Sie die Lautstärke möglichst niedrig.
• Reinigen Sie Ihre Ohren schonend und verzichten Sie darauf, Wattestäbchen oder andere Gegenstände in den Gehörgang einzuführen.
• Ohrenschmalz erfüllt eine wichtige Schutzfunktion und sollte nur bei Bedarf fachgerecht durch medizinisches Personal entfernt werden.
• Lassen Sie Ihr Gehör regelmäßig beim HNO-Arzt überprüfen, um mögliche Hörprobleme frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können.

Überblick
1. Schützen Sie sich vor übermäßigem Lärm
Lärm ist eine der häufigsten Ursachen für Hörverlust. Er ist überall: im Verkehr, am Arbeitsplatz und sogar dort, wo man seine Freizeit verbringt. Deshalb sollte man sich ausreichend davor schützen. Denken Sie immer daran, dass mögliche Hörschäden durch Lärm immer von dessen Lautstärke und der Dauer der man dem Lärm ausgesetzt ist abhängt.
Um den Folgen von Lärm vorzubeugen, ergreifen Sie folgende Maßnahmen:
- Verwenden Sie an lärmreichen Arbeitsplätzen wie in Fabriken oder auf dem Bau einen Gehörschutz
- Vermeiden Sie längere Aufenthalte in geschlossenen lauten Umgebungen
- Halten Sie bei Konzerten und Veranstaltungen Abstand von den Lautsprechern und tragen Sie einen Gehörschutz.
- Vermeiden Sie laute Musik über längere Zeiträume. Ideal ist bei Lautsprechern ein Volumen von unter 80 Dezibel. Musik sollte man nicht länger als acht Stunden am Stück hören.
Vermeiden Sie die Verwendung von Kopfhörern über längere Zeiträume. Die Verwendung von Kopfhörern über mehrere Stunden am Tag kann das Gehör unwiederbringlich schädigen, aber auch Tinnitus, Kopfschmerzen und Gereiztheit verursachen. Das liegt daran, dass die Hörer Schallschwingungen von hoher Intensität im Inneren des Ohres erzeugen, wodurch die für die Schallaufnahmen zuständigen Hörzellen überlastet werden. Diese Überlastung kann Verletzungen hervorrufen, die wiederum das Hörvermögen mindern.
2. Vermeiden Sie die Verwendung von Kopfhörern über längere Zeiträume
Überschreiten Sie ein Volumen von 60 Dezibel nicht, um über einen längeren Zeitraum die Kopfhörer sicherzu tragen. Fünf Prozent der Fälle von Schwerhörigkeit sind der nicht sachgemäßen Verwendung von Kopfhörern zuzuschreiben. Um Problemen durch die Verwendung dieser Geräte vorzubeugen, ergreifen Sie folgende Schutzmaßnahmen:
- Verwenden Sie vorzugsweise Muschelkopfhörer (Over-Ear-Kopfhörer). Diese Bauart verteilt den Schall besser, reduziert die Nähe zum Ohr und somit auch das Volumen des in das Innere gelangenden Schalls.
- Vermeiden Sie es, die Kopfhörer länger als eine Stunde am Stück zu tragen, und machen Sie jede Stunde eine Pause
- Überschreiten Sie ein Volumen von 60 Dezibel nicht
3. Reinigen Sie Ihre Ohren richtig
Obwohl die Reinigung mit Wattestäbchen als gesunde Angewohnheit angesehen wird, kann ihre Verwendung Probleme im Gehörgang hervorrufen. Das von den Drüsen im Ohr produzierte Wachs ist dafür zuständig, den Gehörgang zu schützen und das Eindringen von Wasser, Schmutz und Fremdkörpern zu verhindern. Deshalb darf es nicht aus dem Gehörgang entfernt werden. Wattestäbchen können beim Einführen zudem Verletzungen verursachen, die Infektionen, eine Trommelfellperforation oder Gehörverlust zur Folge haben können. Reinigen Sie daher ausschließlich das Außenohr damit. Führen Sie niemals irgendein Objekt in den Gehörgang ein, denn unser Körper kann das darin enthaltene Ohrenschmalz selbst ausscheiden.
Falls doch eine Reinigung notwendig sein sollte, gehen Sie zur HNO-Arztin oder zum HNO-Ärzt, damit er bzw. sie eine Reinigung vornimmt und überschüssiges Ohrenschmalz (Cerumen) im Gehörgang sachgemäßentfernt.
4. Gehen Sie regelmäßig zum HNO-Arzt bzw. zur HNO-Ärztin
Ein Gehörverlust wird anfangs nicht gut wahrgenommen, da er langsam und im Stillen vonstattengeht. Betroffene gehen daher oft viel zu spät zur Fachärztin oder zum Facharzt. Allerdings kann eine Schwerhörigkeit, sofern sie schon früh entdeckt wird, in vielen Fällen behandelt werden, und die Lebensqualität sowie die allgemeine Gesundheit der betroffenen Person kann dadurch wieder bedeutend gesteigert werden. Ein Besuch beim HNO-Arzt bzw. bei der HNO-Ärztin wird daher einmal jährlich empfohlen. Allerdings kann eine Schwerhörigkeit, sofern sie schon früh entdeckt wird, in vielen Fällen behandeltwerden, und die Lebensqualität sowie die allgemeine Gesundheit der betroffenen Personbedeutend gesteigern.
Ein Besuch bei der HNO-Ärztin bzw. beim HNO-Ärzt wird daher einmal jährlich empfohlen. Oftmals schlagen Ärzte eine individuelle Frequenz der Termine vor, um persönliche Bedürfnisse der PatientInnen zu decken.
Neben der Untersuchung auf Probleme mit dem Gehör kann der Arzt oder die Ärztin die allgemeine Gesundheit der Ohren überprüfen sowie Infektionen, Allergien, Entzündungen und andere Arten struktureller Verletzungen feststellen und ausschließen.
Schützen Sie sich ausreichend? Halten Sie sich an unsere Tipps und sorgen Sie so über viele Jahre für ein gesundes Gehör.
Fazit:
Neben der Untersuchung auf Probleme mit dem Gehör kann der Arzt oder die Ärztin die allgemeineGesundheit der Ohren überprüfen sowie Infektionen, Allergien, Entzündungen und andere Arten strukturellerVerletzungen feststellen und ausschließen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Zusammenhänge,die das Gehör beeinträchtigen können. Achten Sie beispielsweise auch auf Ihren Kreislauf undausreichend Erholung nach stressigen Lebensphasen.
Möchten Sie wissen, wie es Ihrem Gehör geht? Machen Sie unseren Online-Hörtest oder kommen Sie bei uns vorbei, damit wir umfassend über die Gesundheit Ihres Gehörs sprechen können.
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Hinweis zur Hörgesundheit
Die hier bereitgestellten Informationen dienen der Orientierung und allgemeinen Aufklärung rund um das Thema Hörgesundheit. Sie stellen keinen Ersatz für eine professionelle medizinische Beratung oder Behandlung dar. Bei individuellen Beschwerden oder Fragen zu Ihrer Gesundheit empfehlen wir, sich an eine Ärztin, einen Arzt oder eine entsprechend qualifizierte Fachperson zu wenden.

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