Allergien und Schwerhörigkeit

Allergien und Schwerhörigkeit
15 Min.
Erscheinungsdatum: 6. August 2024
20. Februar 2026
Niesen, Juckreiz oder schwerwiegende Atemwegsbeschwerden: Millionen Menschen weltweit sind von Allergien betroffen. Aber wussten Sie, dass Allergien auch Ihr Gehör beeinträchtigen können? In diesem Artikel untersuchen wir den Zusammenhang zwischen Allergien und Schwerhörigkeit. Wir beleuchten, ob Allergien einen Hörverlust verursachen können, welche Allergiesymptome es gibt, wann sie auftreten und wie Sie allergiebedingte Symptome lindern können.
Das Wichtigste auf einen Blick:
• Allergien können Hörprobleme begünstigen, aber sie verursachen keinen direkten, dauerhaften Hörverlust. Sie beeinflussen z. B. die Belüftung des Mittelohrs und können so zu Beschwerden führen.
• Typische Allergiesymptome sind u. a. Niesen, verstopfte Nase, tränende Augen, Husten oder Müdigkeit.
• Allergien können saisonal oder ganzjährig auftreten, abhängig von der Art des Allergens.
• Durch Allergien bedingte Beschwerden wie Ohrdruck oder Mittelohrentzündungen können das Hören zeitweise beeinträchtigen.
• Hilfe bei Allergien umfasst das Meiden von Allergenen, geeignete Medikamente, Nasenspülungen und Maßnahmen zur Förderung der Ohrgesundheit.

Können Allergien zu Hörproblemen oder Hörverlust führen?
Der Zusammenhang zwischen Allergien und Schwerhörigkeit hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Obwohl Allergien selbst nicht direkt zu einem Hörverlust führen, können sie auf verschiedene Weise dazu beitragen:
Häufige Allergiesymptome
Bevor wir weiter auf den Zusammenhang zwischen Allergien und Hörverlust eingehen, werfen wir einen Blick auf einige der häufigsten Symptome1, 2 im Zusammenhang mit Allergien:
- Niesen: Häufiges, unkontrollierbares Niesen ist ein Kennzeichen von Allergien, insbesondere von saisonalen Allergien.
- Verstopfte Nase: Eine verstopfte Nase ist eine häufige Beschwerde von Allergikerinnen und Allergikern.
- Schnupfen: Allergien können übermäßigen, oft klaren und dünnen Nasenausfluss verursachen.3
- Juckende oder tränende Augen: Bei vielen Menschen mit Allergien treten Juckreiz und Rötungen in den Augen auf.
- Husten: Allergien können anhaltenden Husten auslösen, häufig aufgrund einer Ansammlung von Schleim im Rachen.
- Halsschmerzen: Reizungen durch Schleim im Rachen können zu Halsschmerzen führen.
- Müdigkeit: Allergiesymptome können, insbesondere wenn sie länger anhalten, zu Müdigkeit und verminderter Energie führen.
- Hautausschlag: Allergische Reaktionen können sich auf der Haut als Nesselsucht oder Ausschlag äußern.
- Keuchende Atmung und Kurzatmigkeit: In schweren Fällen können Allergien zu pfeifender Atmung, Atembeschwerden oder sogar zu Asthma führen.
Sind Allergien und ihre Symptome dauerhaft?
Allergiesymptome können tatsächlich kommen und gehen – je nach Allergentyp und individuellem Immunsystem. Es gibt zwei Hauptkategorien von Allergien im Hinblick auf Saisonalität:
- Saisonale Allergien (Heuschnupfen): Diese Allergien werden typischerweise durch Allergene im Freien wie Pollen von Bäumen und Gräsern ausgelöst. Saisonale Allergien lösen zu bestimmten Zeiten im Jahr Symptome aus, wenn die relevanten Allergene am häufigsten vorkommen. Beispielsweise treten Baumpollenallergien im Frühjahr häufiger auf, während Gräser- und Unkrautpollenallergien eher im Sommer oder Herbst vorkommen.1
- Dauerhafte Allergien: Diese Allergien sind nicht an eine bestimmte Jahreszeit gebunden und können das ganze Jahr über bestehen bleiben. Sie werden häufig durch Allergene in Innenräumen wie Hausstaubmilben, Tierhaare, Schimmel oder Tierkot verursacht. Auch Nahrungsmittelallergien gelten als Dauererkrankung. Dauerhafte Allergien können zu chronischen Symptomen führen, deren Intensität schwankt, die jedoch nicht unbedingt vollständig verschwinden.
Was hilft gegen Allergiesymptome?
Wenn Sie den Verdacht haben, dass Allergien Ihr Gehör beeinträchtigen oder andere unangenehme Symptome verursachen, können Sie mehrere Dinge unternehmen, um Abhilfe zu schaffen:
Zusammenfassung
Obwohl Allergien nicht direkt einen Hörverlust verursachen, können sie z. B. durch eine Funktionsstörung der Eustachischen Röhren und Nasennebenhöhlenentzündungen zu Hörproblemen führen. Allergiebedingte Symptome können von Niesen bis hin zu schwerwiegenderen Problemen wie Asthma reichen. Allergien treten oft saisonal auf, je nach Art des Allergens, wobei einige nur zu bestimmten Zeiten im Jahr Symptome verursachen.
Um Allergiesymptome zu lindern, ist es wichtig, Allergene zu vermeiden, bei Bedarf rezeptfreie oder verschreibungspflichtige Medikamente zu verwenden und Maßnahmen zur Aufrechterhaltung Ihrer Ohrengesundheit zu ergreifen. Wenn Allergien Ihr Gehör beeinträchtigen oder starke Beschwerden verursachen, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, um eine individuelle Beratung und Behandlung zu erhalten.
Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Diese Informationen sind kein Ersatz für eine professionelle medizinische Beratung. Wenn Sie Fragen bezüglich Ihrer Gesundheit haben, sollten Sie sich immer an eine Ärztin, einen Arzt oder eine andere medizinische Fachkraft wenden.
Autor
Hansaton
Bewertet von:
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