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Was ist eine Tympanometrie?

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Was ist eine Tympanometrie?

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Erscheinungsdatum: 3. Dezember 2021

Datum der letzten Überarbeitung: 4. Dezember 2025

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Eine Tympanometrie ist eine schmerzfreie Untersuchung des Mittelohrs, bei der gemessen wird, wie beweglich das Trommelfell ist und wie gut der Druck im Ohr ausgeglichen wird. Diese Untersuchungsmethode liefert wichtige Hinweise darauf, ob das Mittelohr richtig belüftet ist – eine zentrale Voraussetzung für gutes Hören. Gerade bei Druckgefühl im Ohr, häufigen Mittelohrentzündungen, Hörminderung oder vor einer Hörgeräteversorgung spielt die Tympanometrie eine entscheidende Rolle. Sie ergänzt Hörtests sinnvoll und hilft dabei, die Ursache von Hörproblemen besser einzugrenzen. 

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Das Wichtigste auf einen Blick:

• Die Tympanometrie misst den Druck und die Beweglichkeit des Trommelfells 

• Sie ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten 

• Auffällige Befunde können auf Belüftungsstörungen, Flüssigkeit im Mittelohr oder Erkrankungen wie Otosklerose hinweisen 

• Die Tympanometrie ist kein Hörtest. Sie zeigt nicht, wie gut man hört, sondern ob das Trommelfell und das Mittelohr richtig funktionieren. 

 

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Überblick

  • Was ist eine Tympanometrie? 

  • Wofür wird eine Tympanometrie eingesetzt? 

  • Wie läuft eine Tympanometrie ab? 

  • Wie wertet man Tympanometrie-Befunde richtig aus? 

  • Tympanometrie bei Kindern 

  • Warum ist manchmal eine Tympanometrie bei der Hörgeräteversorgung notwendig? 

Was ist eine Tympanometrie?

Die Tympanometrie – auch Ohrdruckmessung genannt – ist ein objektives Messverfahren der Hals-Nasen-Ohren-Diagnostik. Dabei wird untersucht, wie das Trommelfell auf unterschiedliche Luftdruckverhältnisse reagiert.1 Im Mittelpunkt steht die sogenannte Compliance: Sie beschreibt, wie beweglich das Trommelfell ist. Eine eingeschränkte Beweglichkeit kann darauf hindeuten, dass das Mittelohr nicht optimal arbeitet – etwa durch Unterdruck, Flüssigkeit oder Versteifungen der Gehörknöchelchen. Wichtig: Eine Tympanometrie ist kein Hörtest. Sie misst nicht, ob und wie gut man hört, sondern nur, ob das Mittelohr und das Trommelfell funktionstüchtig sind. Wenn Sie das Gefühl haben, plötzlich schlechter zu hören, können Sie auch erst mal mit einem kostenlosen Online-Hörtest starten

Wofür wird eine Tympanometrie eingesetzt? 

Die Tympanometrie wird eingesetzt, um Funktionsstörungen des Mittelohres zu erkennen oder auszuschließen. Typische Anwendungsfälle sind: 

Wie läuft eine Tympanometrie ab? 

Für die Messung wird eine kleine Sonde luftdicht in den Gehörgang eingesetzt. Diese verändert kurzzeitig den Luftdruck und misst gleichzeitig 

  • die Beweglichkeit des Trommelfells, 

  • den Druck im Mittelohr und 

  • den Reflex der Gehörknöchelchen (je nach Messung). 

Die Untersuchung dauert nur wenige Sekunden pro Ohr und ist völlig schmerzfrei – sie ist daher auch für Kinder gut geeignet. 

Ein kurzfristiges Druckgefühl ist normal und vergleichbar mit dem Gefühl beim Start eines Flugzeugs. 

Wie wertet man Tympanometrie-Befunde richtig aus? 

Das Messergebnis wird als Tympanogramm dargestellt – in Form einer Kurve, die zeigt, bei welchem Druck das Trommelfell am beweglichsten ist.1 Entscheidend sind dabei: 

  • Form der Kurve 

  • Lage des Kurvenmaximums 

  • Höhe (Compliance-Wert) 

Tympanogramm-Typen (A–E) verständlich erklärt 

Typ A – Normalbefund: normale Beweglichkeit, normaler Druck, gesundes Ohr 

Typ As – steifes Trommelfell: geringe Beweglichkeit, z. B. bei Otosklerose 

Typ Ad – überbeweglich: sehr hohe Beweglichkeit, z. B. nach Trommelfellverletzungen 

Typ B – flache Kurve: Hinweis auf Flüssigkeit im Mittelohr oder Loch im Trommelfell 

Typ C – Unterdruck: Zeichen einer Belüftungsstörung, oft nach Infekten 

Als Normwert gilt ein Druckbereich um 0 daPa. Abweichungen nach unten deuten auf einen Unterdruck, nach oben auf einen Überdruck hin. 

Tympanometrie bei Kindern 

Am häufigsten führen HNO-Ärztinnen und HNO-Ärzte die Tympanometrie durch, um einen Paukenerguss festzustellen. Beim Paukenerguss handelt es sich um eine Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr, die häufig als Folge einer akuten Mittelohrentzündung auftritt. Da Kinder dafür besonders anfällig sind, kommt die Tympanometrie in diesem Alter sehr häufig zum Einsatz. Besteht ein Paukenerguss seit weniger als drei Monaten  und treten keine Beschwerden auf, empfehlen Ärztinnen und Ärzte bei Erwachsenen meist eine Kontrolluntersuchung nach vier bis sechs Wochen, da sich der Erguss in vielen Fällen von selbst zurückbildet. Bei Kindern ist jedoch mehr Vorsicht geboten: Vor allem bei jüngeren Kindern oder bei einem erhöhten Risiko für Sprach- oder Entwicklungsverzögerungen sollte nicht zu lange abgewartet werden, da anhaltende Hörbeeinträchtigungen die Entwicklung beeinflussen können. 

Warum ist manchmal eine Tympanometrie bei der Hörgeräteversorgung notwendig? 

Für eine erfolgreiche Hörgeräteversorgung ist nicht nur das Innenohr entscheidend, sondern auch ein gesundes, gut belüftetes Mittelohr. Die Tympanometrie liefert hierzu zentrale Informationen, da sie zeigt, wie beweglich das Trommelfell ist und ob der Druck im Mittelohr ausgeglichen wird. 

Studien und medizinische Leitlinien1, 2 weisen darauf hin, dass bei auffälligen Tympanometrie-Befunden – etwa aufgrund von Belüftungsstörungen, Unterdruck oder Flüssigkeit im Mittelohr – die Schallübertragung deutlich verändert sein kann. In solchen Fällen kann ein Hörgerät zwar technisch korrekt eingestellt sein, das Klangbild wird jedoch häufig als dumpf, verzerrt oder weniger klar verständlich wahrgenommen. Auch das Sprachverstehen in geräuschvoller Umgebung kann dadurch eingeschränkt sein.  Aus diesem Grund gilt die Tympanometrie heute als wichtige Ergänzung zur Hörmessung. Sie wird von einem HNO-Arzt oder einer HNO-Ärztin durchgeführt und dient der Erkennung von leitungsbedingten Hörproblemen, bevor von Hörakustikerinnen und Hörakustikern ein Hörgerät angepasst oder feinjustiert wird. 

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Gut zu wissen: Wenn Hörgeräte „dumpf“ klingen

Ein Hörgerät verstärkt den Schall – es ersetzt aber kein gesundes Mittelohr. Liegt eine Belüftungsstörung oder Flüssigkeit im Mittelohr vor, kann das dazu führen, dass 

  • Sprache trotz Hörgeräten schwer verständlich bleibt, 

  • Geräusche als dumpf oder unangenehm empfunden werden und 

  • häufiges Nachjustieren nötig ist, und das ohne zufriedenstellendes Ergebnis. 

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Autor

Hansaton

Bewertet von:
Hansaton

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