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Einen Hörverlust erkennen: Ursachen, Symptome und was Sie dagegen tun können

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Einen Hörverlust erkennen: Ursachen, Symptome und was Sie dagegen tun können

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5 Min.

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Erscheinungsdatum: 11. Juni 2021

Datum der letzten Überarbeitung: 22. Oktober 2024

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Hörverlust gehört zu den häufigsten gesundheitlichen Veränderungen im Laufe des Lebens. Viele Menschen bemerken ihn jedoch erst spät – oft dann, wenn Gespräche anstrengender werden oder Stimmen undeutlich klingen. Dabei entwickelt sich ein Hörverlust meist schleichend über mehrere Jahre. Das Gehirn gleicht kleine Veränderungen lange aus, sodass Betroffene die Verschlechterung zunächst kaum wahrnehmen. In Österreich leben über 9 Millionen (1) Menschen, und mit zunehmendem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit für Hörveränderungen signifikant. Die gute Nachricht: Wird ein Hörverlust früh erkannt, lässt sich die Hörqualität häufig deutlich verbessern – zum Beispiel mit modernen Hörgeräten. 

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Das Wichtigste auf einen Blick:

 

  • Ein Hörverlust entwickelt sich meist langsam über mehrere Jahre
  • Erste Anzeichen sind häufig Schwierigkeiten bei Gesprächen in Gruppen oder lauter Umgebung
  • Häufige Ursachen sind Alter, Lärmbelastung oder Erkrankungen
  • Ein unbehandelter Hörverlust kann die kognitive Belastung erhöhen und soziale Kontakte erschweren
  • Moderne Hörgeräte können das Sprachverstehen deutlich verbessern
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Überblick

  • Was versteht man unter Hörverlust?
  • Erste Anzeichen eines Hörverlusts
  • Ursachen für Hörverlust
  • Grade von Hörverlust
  • Arten von Hörverlust
  • Wie wird ein Hörverlust festgestellt?
  • Was hilft bei Hörverlust?
  • Warum eine frühe Versorgung wichtig ist
  • Wann sollte man einen Hörtest machen?
  • Häufige Fragen zu Hörverlust

Was versteht man unter Hörverlust?

Von Hörverlust spricht man, wenn Geräusche und/oder Sprache nicht mehr vollständig oder klar wahrgenommen werden können. Betroffene hören zwar noch, verstehen jedoch oft nicht mehr alles – insbesondere Sprache in schwierigen Hörsituationen. Das menschliche Hören ist ein komplexer Prozess: Schallwellen werden im Ohr aufgenommen, in elektrische Signale umgewandelt und anschließend im Gehirn verarbeitet. Wenn einer dieser Schritte gestört ist, kann ein Hörverlust entstehen. Besonders häufig sind bei einem Hörverlust die hohen Frequenzen betroffen. Dadurch werden bestimmte Sprachlaute – etwa S, F oder T – schlechter wahrgenommen. Wörter wirken dann undeutlich oder „verschluckt“.

Viele Menschen nehmen diese Veränderungen zunächst nur in bestimmten Situationen wahr:

  • Bei Gesprächen in größeren Gruppen
  • In Restaurants oder bei Hintergrundgeräuschen
  • Beim Telefonieren
  • Beim Fernsehen

Da sich das Gehör langsam verändert, wird ein Hörverlust häufig erst spät erkannt. Wenn Sie vermuten, dass sich Ihr Gehör verändert hat, können Sie mit einem kostenlosen Hörtest online eine erste Einschätzung erhalten.

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Bis 2050 werden schätzungsweise 700 Millionen Menschen schwerhörig sein.(2)

Hörverlust oder Schwerhörigkeit – ist das dasselbe?

Die Begriffe Hörverlust und Schwerhörigkeit werden im Alltag oft synonym verwendet. Beide beschreiben eine Einschränkung des Hörvermögens. Dazu zählen zum Beispiel auch die altersbedingte Hörminderung (Presbyakusis), lärmbedingter Hörverlust oder Erkrankungen des Innenohrs. Im Alltag bedeutet Schwerhörigkeit meist, dass Geräusche zwar noch wahrgenommen werden, Sprache jedoch schwerer verständlich ist.

Erste Anzeichen eines Hörverlusts

Die ersten Symptome eines Hörverlusts sind oft subtil und werden leicht übersehen. Betroffene hören Geräusche weiterhin, haben jedoch zunehmend Schwierigkeiten, Sprache klar zu verstehen. Typische Anzeichen sind:

Ursachen für Hörverlust

Ein Hörverlust kann verschiedene Ursachen haben. Häufig wirken mehrere Faktoren zusammen.

Altersbedingter Hörverlust

Die häufigste Form ist der altersbedingte Hörverlust (Presbyakusis). Dabei verändern sich die empfindlichen Haarzellen im Innenohr im Laufe des Lebens. Diese Zellen sind für die Umwandlung von Schall in Nervenimpulse verantwortlich. Werden sie beschädigt, können bestimmte Frequenzen nicht mehr vollständig wahrgenommen werden.

Lärmbelastung

Langjährige Lärmbelastung kann das Gehör dauerhaft schädigen. Typische Quellen sind:

  • Maschinenlärm
  • Laute Musik
  • Verkehrslärm
  • Freizeitlärm (Konzerte, Kopfhörer)

Bereits kurze Lärmereignisse können das Innenohr beeinträchtigen.

Erkrankungen

Auch medizinische Ursachen können einen Hörverlust auslösen, zum Beispiel:

Genetische Faktoren

In manchen Fällen spielen genetische Veranlagungen eine Rolle.

Grade von Hörverlust

Ein Hörverlust wird medizinisch nach dem Schweregrad der Hörminderung eingeteilt. Grundlage dafür ist die Hörschwelle, die bei einem Hörtest gemessen wird.

Die Hörschwelle gibt an, wie laut ein Ton sein muss, damit er wahrgenommen wird.

Leichter Hörverlust (20–40 dB)

Bei leichtem Hörverlust sind leise Geräusche schwerer wahrnehmbar. Viele Betroffene bemerken den Hörverlust zunächst kaum. Schwierigkeiten bereiten typischerweise:

  • Gespräche in lauter Umgebung
  • Flüstern
  • Hohe Stimmen

Mittelgradiger Hörverlust (40–60 dB)

Normale Gespräche werden ohne Unterstützung zunehmend schwierig. Betroffene müssen häufiger nachfragen oder Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner bitten, lauter zu sprechen.

Schwerer Hörverlust (60–80 dB)

Gesprochene Sprache kann selbst in ruhiger Umgebung nur eingeschränkt verstanden werden. Oft sind technische Hilfsmittel notwendig.

Hochgradiger Hörverlust (über 80 dB)

Sprache kann kaum noch wahrgenommen werden. In diesen Fällen sind spezialisierte Hörlösungen erforderlich.

Arten von Hörverlust

Ein Hörverlust kann an unterschiedlichen Stellen des Ohrs entstehen. Je nachdem, ob das Problem im äußeren Ohr, im Mittelohr oder im Innenohr liegt, unterscheiden Fachleute verschiedene Formen von Hörverlust. Diese Einteilung ist wichtig, weil sich daraus ergibt, welche Behandlung oder Hörlösung sinnvoll ist. Medizinisch werden drei Hauptformen unterschieden:

Wie wird ein Hörverlust festgestellt?

Wenn Hörprobleme vermutet werden, erfolgt die Diagnose meist in mehreren Schritten. Ziel ist es dabei, sowohl den Grad des Hörverlusts als auch mögliche Ursachen zu bestimmen. Dafür arbeiten häufig verschiedene Fachleute zusammen – etwa HNO-Ärztinnen und HNO-Ärzte mit Hörakustikerinnen und Hörakustikern. Die Untersuchungen sind in der Regel unkompliziert und schmerzfrei und liefern wichtige Informationen darüber, wie gut bestimmte Frequenzen gehört werden und wie klar Sprache verstanden wird.

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Hörtest

Ein professioneller Hörtest ist der wichtigste Schritt, um einen Hörverlust objektiv feststellen zu können. Dabei wird gemessen, welche Töne in unterschiedlichen Frequenzen noch wahrgenommen werden können und ab welcher Lautstärke Geräusche hörbar sind. Typische Bestandteile eines Hörtests sind:

•Messung der Hörschwelle

•Test verschiedener Frequenzen

•Sprachverständnistest

Diese Ergebnisse werden in einem sogenannten Audiogramm dargestellt. Dadurch lässt sich erkennen, welche Frequenzen besonders betroffen sind und welcher Grad des Hörverlusts vorliegt.

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Untersuchung beim HNO-Arzt bzw. bei der HNO-Ärztin

Neben dem Hörtest kann eine Untersuchung durch eine Fachärztin oder einen Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde sinnvoll sein. Dabei wird überprüft, ob möglicherweise medizinische Ursachen vorliegen, die das Hörvermögen beeinflussen. Typische Untersuchungen können sein:

  • Ohrspiegelung
  • Prüfung des Trommelfells
  • Abklärung möglicher Entzündungen oder Erkrankungen

Wenn eine behandelbare Ursache vorliegt – etwa Ohrenschmalz oder eine Mittelohrentzündung – kann sich das Hörvermögen häufig wieder verbessern. In manchen Fällen stellt die HNO-Ärztin oder der HNO-Arzt jedoch fest, dass ein dauerhafter Hörverlust vorliegt. Dann kann eine Hörgeräte-Verordnung ausgestellt werden. Diese bestätigt medizinisch, dass ein Hörgerät sinnvoll ist und bildet häufig auch die Grundlage für eine mögliche Kostenbeteiligung der Krankenkasse. Mit dieser Verordnung können Betroffene anschließend ein Hörakustik-Fachgeschäft aufsuchen, um passende Hörgeräte auszuprobieren und individuell einstellen zu lassen.

Beratung bei der Hörakustikerin bzw. beim Hörakustiker

Wenn ein dauerhafter Hörverlust festgestellt wird, folgt meist eine Beratung bei einer Hörakustikerin oder einem Hörakustiker. Dort wird besprochen, welche Möglichkeiten es gibt, das Hörvermögen im Alltag zu unterstützen. In einem Fachgeschäft können verschiedene Hörlösungen getestet und individuell angepasst werden. Hörgeräte lassen sich heute sehr genau auf das persönliche Hörprofil abstimmen.

Was hilft bei Hörverlust?

Welche Behandlung bei Hörverlust sinnvoll ist, hängt stark von der Ursache und vom Schweregrad der Hörminderung ab. In manchen Fällen kann eine medizinische Therapie helfen, während in anderen Situationen technische Lösungen wie Hörgeräte zum Einsatz kommen. Ziel der Behandlung ist immer, das Sprachverstehen zu verbessern und die Kommunikation im Alltag zu erleichtern.

Medizinische Behandlung

Wenn ein Hörverlust durch eine behandelbare Ursache ausgelöst wird, kann eine medizinische Therapie helfen. Dazu zählen zum Beispiel Entzündungen im Ohr, andere Erkrankungen des Mittelohrs oder Verstopfungen durch Ohrenschmalz. Typische Behandlungen können sein:

  • Entfernung von Ohrenschmalz
  • Behandlung von Entzündungen
  • Medikamentöse Therapie

In vielen Fällen kann dadurch das Hörvermögen wieder verbessert werden.

Hörgeräte

Wenn ein Hörverlust dauerhaft besteht, können Hörgeräte eine wirksame Unterstützung sein. Sie verstärken gezielt bestimmte Frequenzen und helfen dabei, Sprache wieder klarer zu verstehen. Moderne Hörgeräte arbeiten digital und passen sich automatisch an unterschiedliche Hörsituationen an. Viele Modelle bieten heute zusätzlich Folgendes:

Warum eine frühe Versorgung wichtig ist

Hören ist ein komplexer Prozess, bei dem die Ohren und das Gehirn eng zusammenarbeiten. Wenn das Gehör über längere Zeit eingeschränkt ist, erhält das Gehirn weniger akustische Informationen und muss stärker arbeiten, um Sprache zu verstehen.

Dadurch kann das Zuhören mit der Zeit anstrengender werden und Gespräche kosten deutlich mehr Konzentration. Eine frühzeitige Versorgung mit geeigneten Hörlösungen kann helfen,

  • das Sprachverstehen zu verbessern,
  • die Hörverarbeitung im Gehirn zu unterstützen und
  • die soziale Kommunikation im Alltag zu erleichtern.

Viele Betroffene berichten außerdem, dass sie sich wieder sicherer in Gesprächen fühlen und Aktivitäten wie Restaurantbesuche oder Familienfeiern entspannter erleben können.

Wann sollte man einen Hörtest machen?

Viele Menschen warten mehrere Jahre, bevor sie ihr Gehör überprüfen lassen. Da sich ein Hörverlust jedoch meist schleichend entwickelt, wird er häufig erst spät wahrgenommen. Regelmäßige Hörtests können helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu handeln. Ein Hörtest ist besonders sinnvoll, wenn:

Gespräche anstrengender werden

•Häufig nachgefragt werden muss

•Der Fernseher deutlich lauter gestellt wird

Angehörige auf Hörprobleme hinweisen

Die WHO empfiehlt daher, das Gehör ab etwa 50 Jahren regelmäßig überprüfen zu lassen. (3)

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2 von 3 Hörgeräteträgerinnen und Hörgeräteträgern wünschten sich, sie hätten früher gehandelt.(3)

Häufige Fragen zu Hörverlust

Quellen

(1) Statistik Austria, ISBN 978-3-903393-75-2 202

(3) Bundesverband der Hörsysteme-Industrie, Eurotrak Hörstudie 2025

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Hörtest

Ein professioneller Hörtest ist der wichtigste Schritt, um einen Hörverlust objektiv feststellen zu können. Dabei wird gemessen, welche Töne in unterschiedlichen Frequenzen noch wahrgenommen werden können und ab welcher Lautstärke Geräusche hörbar sind. Typische Bestandteile eines Hörtests sind:

•Messung der Hörschwelle

•Test verschiedener Frequenzen

•Sprachverständnistest

Diese Ergebnisse werden in einem sogenannten Audiogramm dargestellt. Dadurch lässt sich erkennen, welche Frequenzen besonders betroffen sind und welcher Grad des Hörverlusts vorliegt.

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Autor

Hansaton


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