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Bei starken Einschränkungen der Hörfähigkeit reichen selbst sehr starke Hörsysteme nicht aus, um Sprache ausreichend zu verstehen oder zu erlernen. In diesen Fällen kommen Cochlea-Implantate (CI) zum Einsatz.

Was sind Cochlea-Implantate?

Ein Cochlea-Implantat (CI) ist ein Hörbehelf, welcher an dem Punkt ansetzt, an dem die Möglichkeiten eines regulären Hörgerätes enden.

Es ermöglicht die (beinahe) vollständige Wiederherstellung des Hörvermögens bei Patienten mit Hörverlust, fortgeschrittener oder angeborener Taubheit.

 

Wo genau liegt der Unterschied zu einem Hörgerät?

Im Gegensatz zu einem Hörgerät, welches lediglich den Schall verstärkt, umgeht das Cochlea- Implantat den defekten Teil im Innenohr (= medizinisch „Cochlea“, daher der Name), wodurch das Hören wieder ermöglicht wird. Das Hören passiert zudem in Echtzeit, d. h. ohne Zeitverzögerung. Der implantierbare Teil des CI wird durch einen medizinischen Eingriff hinter dem Ohr im Rahmen einer Operation eingesetzt. Der externe Teil, der sogenannte Sprachprozessor, wird hinter dem Ohr auf der Haut getragen und die Sendespule haftet magnetisch an dem unter der Haut sitzenden Implantat an.

Woraus besteht ein CI ?

Ein CI besteht aus 3 Teilen:
  • dem Sprachprozessor
  • der Sendespule
  • dem Implantat.

Es besteht unter anderem aus den hochwertigen Materialien Titan, Silikon und Platin. Das Implantat an sich liegt unter der Haut und kann nur ertastet werden, äußerlich sichtbar ist nur der externe Prozessor. Dieser ist etwas größer als ein Power-Hörgerät.
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Was passiert bei der Implantation eines CI?

Das Implantat wird im Rahmen einer Operation unter Vollnarkose direkt hinter dem Ohr eingesetzt. Es handelt sich hierbei um ein Standardprozedere. Gewöhnlich brauchen die Patienten nur eine kurze Erholungsphase und können 2 bis 3 Tage nach der Operation die Klinik verlassen. Für die Implantation ist lediglich ein kleiner Hautschnitt in der Länge von 4 bis 5 cm hinter dem Ohr notwendig.

Wer genau nimmt die Operation vor und wo?

Die OP wird von erfahrenen Ohr-Chirurgen durchgeführt. Jeder dieser Ärzte erhält auch eine herstellerspezifische Schulung zum verwendeten Implantat und bespricht die OP im Vorfeld persönlich und im Detail mit dem Patienten.

Welche Kliniken bieten die Möglichkeit zur Implantation eines CI?

  • Wien: AKH, HNO-Abteilung
  • Wien: Rudolfstiftung, HNO Abteilung
  • Graz: HNO-Universitätsklinik des LKH
  • Graz: HNO-Abteilung des KH der Elisabethinen
  • Salzburg: HNO-Abteilung des LKH
  • St. Pölten: HNO-Abteilung des LKH
  • Innsbruck: Univ. HNO-Klinik
  • Feldkirch: HNO-Abteilung des LKH
  • Klagenfurt: HNO-Abteilung des LKH
  • Wels-Grieskirchen: HNO-Abteilung des Klinikums
  • Linz: HNO-Abteilung des KH Kepler Uniklinikums
  • Linz: HNO-Abteilung des KH der Barmherzigen Schwestern

Ist ein CI für mich geeignet?

Cochlea-Implantate können eine großartige Lösung für Menschen mit Hörverlust sein, welchen durch ein Hörgerät (das nur schallverstärkend wirkt) nicht mehr geholfen werden kann. Wenn das bei Ihnen der Fall ist, sollten Sie mit einem Spezialisiten besprechen, ob Sie als Kandidat für ein CI in Betracht kommen. Doch auch im Falle von fortgeschrittener und angeborener Taubheit können Cochlea-Implantate ein Hörvermögen wieder herstellen. Außerdem ist ein CI für jede Altersstufe geeignet (bei Kindern wird eine Implantation ca. ab dem 1. Lebensjahr durchgeführt) Gerne helfen Ihnen unsere Ansprechpartner weiter.

Was kann ich mir von der neuen Hörqualität mit einem CI erwarten und wie schnell kann ich wieder hören?

Durch ein CI ergibt sich im Normalfall eine deutliche Verbesserung des Hörvermögens. Das Hören mit dem CI ist allerdings anders als das natürliche Hören. Das bedeutet für den Patienten, dass er sich eine Anlaufzeit geben muss, um das Hören „neu zu erlernen“, meist auch unter Betreuung durch einen Sprachtherapeuten. 
Das Gehirn kann sich aber sehr schnell auf die neuen Informationen einstellen. Bei vielen Patienten ist bereits wenige Tage nach der 1. Prozessoranpassung ein Sprachverstehen möglich.

Welche Kosten kommen auf mich zu, wenn ich mich für ein CI entscheide?

Soweit bestimmte Kriterien betreffend den Hörverlust erfüllt sind, übernimmt der Krankenhausbetreiber die Kosten einer CI Operation. Die Wartungs- und Reparaturkosten werden von der Krankenkasse übernommen. Zusatzkosten für den Patienten können nur in vergleichsweise minimalem Rahmen für Batterien (Akku) und optional gewünschtes Zubehör entstehen.

Wie lange begleitet mich mein CI?

Das Implantat unter der Haut muss im Normalfall nicht ersetzt werden (was eine Neuimplantation so gut wie ausschließt). Die Reparatur oder der Austausch des Prozessors erfolgt ohne Operation.

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