Können Ohrstöpsel Probleme mit Ohrenschmalz verursachen?

Können Ohrstöpsel Probleme mit Ohrenschmalz verursachen?
10 Min.
Erscheinungsdatum: 11. September 2024
8. Jänner 2026
Der Gehörsinn unterstützt uns Tag und Nacht, ermöglicht die Kommunikation mit unseren Lieben und alarmiert uns bei Gefahr. Deswegen ist es nicht überraschend, dass viele Menschen versuchen, die Funktion ihrer Ohren so gut wie möglich zu erhalten. Eine häufig gestellte Gesundheitsfrage ist, ob Ohrstöpsel Ohrenschmalzansammlungen begünstigen können. Um die Antwort zu finden, erklären wir, was Ohrenschmalz ist und welche Funktion es im Ohr hat.
Das Wichtigste auf einen Blick:
• Ohrenschmalz schützt das Ohr vor Schmutz und Infektionen.
• Zu viel Ohrenschmalz kann Hörverlust, Druckgefühl und Schmerzen verursachen.
• Hauptursachen: Überproduktion, Ohrstöpsel, Hörgeräte, Alter.
• Behandlung: Tropfen, Spülung oder Entfernung durch HNO-Arzt.
• Keine Wattestäbchen verwenden – Verletzungsgefahr!
• Ohrstöpsel regelmäßig reinigen, bei Beschwerden Arzt aufsuchen

Überblick
- Was ist Ohrenschmalz?
- Probleme mit Ohrenschmalz
- Was sind die Symptome?
- Behandlungsmöglichkeiten
- Wodurch wird ein Ohrenschmalzpfropf verursacht?
- Können Ohrenstöpsel Ohrenschmalzpfropfen begünstigen?
Was ist Ohrenschmalz?
Ohrenschmalz, auch Cerumen genannt, ist eine hydrophobe, wachsartige Substanz, die den Gehörgang vor Fremdkörpern und Infektionen schützt. Das Ohrenschmalz wird durch die Bewegung der Haut und des Kiefers auf natürliche Weise aus dem Gehörgang befördert. Wenn dieser Reinigungsmechanismus gestört wird, können Ohrenschmalzpfropfen und Blockaden im Gehörgang entstehen.
Probleme mit Ohrenschmalz
Ein Ohrenschmalzpfropf ist ein häufiges medizinisches Problem im Zusammenhang mit dem Ohr. Wegen verschiedener Begleiterkrankungen oder der Form der Ohren kann es manchmal kompliziert werden, den Ohrpfropf zu lösen. Das Cerumen verstopft oder blockiert in diesem Fall den Gehörgang und das Trommelfell ist nicht mehr sichtbar. In den meisten Fällen kann der Pfropf vom Hausarzt bzw. von der Hausärztin entfernt werden. Manchmal ist jedoch eine Überweisung an eine HNO-Ärztin oder einen HNO-Arzt nötig.
Was sind die Symptome?
Jede Kombination aus Völlegefühl im Ohr, Hörverlust, Ohrenschmerzen, Juckreiz, Tinnitus oder einer Ohrinfektion kann ein Hinweis auf einen Ohrenschmalzpfropfen sein. Am besten lässt sich eine Ohrenschmalzansammlung durch eine Untersuchung des Gehörgangs mit einem Otoskop diagnostizieren.
Ist tatsächlich ein Ohrenschmalzpfropf entstanden, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Einige Vorerkrankungen können die Entfernung des Ohrpfropfens erschweren. Zum Beispiel ein geschädigtes Trommelfell, Wucherungen im Ohr, eine Verengung des Gehörgangs, Diabetes und Blutkrankheiten. Diese Faktoren erhöhen das Risiko einer Infektion oder einer Blutung, wenn das Ohrenschmalz entfernt wird.
Behandlungsmöglichkeiten
Sollten keine anderen Symptome auftreten, reicht es manchmal abzuwarten, bis sich das Ohrenschmalz von selbst löst.
Wenn Sie jedoch unter Beschwerden leiden, kann einer der folgenden Behandlungsschritte erforderlich sein:
- Cerumenolytische Tropfen – die Flüssigkeit hilft das Cerumen aufzuweichen und kann möglicherweise den Ohrpfropf ohne eine Spülung oder manuelle Reinigung auflösen
- Ohrspülung - sanfte Spülung mit einer Spritze oder einem anderen Hilfsmittel
- Manuelle Entfernung - Verwendung von Instrumenten zur Entfernung von Cerumen
Normalerweise ist eine Cerumen-Entfernung nicht sehr risikoreich. Manchmal kann jedoch das Trommelfell beschädigt werden, es bilden sich Risse im Gehörgang oder das Cerumen wird nicht vollständig entfernt. Sollten Sie zu einer Risikogruppe gehören, wird Ihre HNO-Ärztin oder Ihr HNO-Arzt weitere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.
Wodurch wird ein Ohrenschmalzpfropf verursacht?
Es gibt vier Hauptfaktoren, die zu einem Ohrpfropf führen, darunter:
Können Ohrenstöpsel Ohrenschmalzpfropfen begünstigen?
Kurz gesagt: Es kommt darauf an. Abhängig von verschiedenen Faktoren sind einige Menschen besonders anfällig für Probleme mit Ohrenschmalz. Das Alter, die Konsistenz des Ohrenschmalzes, die Anatomie des Ohrs und eine Überproduktion von Cerumen spielen dabei eine wichtige Rolle. Wenn das Einsetzen von Ohrstöpseln Schmerzen im Ohr, eine Verschlechterung des Hörvermögens, extremen Juckreiz oder ein Völlegefühl im Ohr verursacht, sollten Sie sich von einem Arzt oder einer Ärztin untersuchen lassen. So kann ein Ohrenschmalzpfropf ausgeschlossen oder diagnostiziert und möglicherweise direkt behandelt werden. Wenn die Ohrstöpsel bei Ihnen keine Beschwerden verursachen, können sie weiterhin verwendet werden. Achten Sie jedoch auf die richtige Lautstärke, um Ihr Gehör zu schonen. Außerdem sollten Sie Ohrenschmalzreste nach dem Gebrauch abwischen, um eine Ohrinfektion zu vermeiden. Sollten die Ohrstöpsel bei Ihnen häufiger Probleme mit Ohrenschmalz verursachen, sind Kopfhörer, die über dem Ohr liegen, eine gute Alternative.
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Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Diese Informationen sind kein Ersatz für eine professionelle medizinische Beratung. Wenn Sie Fragen bezüglich Ihrer Gesundheit haben, sollten Sie sich immer an einen Arzt oder eine andere medizinische Fachkraft wenden.
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