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Sie arbeiten seit Kurzem im Homeoffice oder sind die Arbeit von zu Hause aus bereits gewohnt? Egal, ob Sie jetzt erst starten oder sich auskennen, wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, damit Sie Ihre Arbeitssituation optimal gestalten können und effektiv bleiben. Mit diesen simplen Tricks lassen sich auch Arbeit und Freizeit besser voneinander trennen und so zufriedenstellender nutzen.

Tipps für die Arbeit zu Hause

Immer mehr Menschen arbeiten von zu Hause aus. Doch dort warten zumeist viele Ablenkungen, die dem effizienten Arbeiten im Wege stehen können. Das kann der Partner oder die Partnerin sein, die Kinder, die Nachbarn und Nachbarinnen oder auch einfach nur das Handy oder der Fernseher, der sich so leicht nebenher nutzen lässt … natürlich nur, um mal kurz die Nachrichten zu schauen, man will ja nichts verpassen. Doch auch anderes kann die Produktivität mindern, so zum Beispiel eine fehlende Pausenstruktur.

Im Büro sind die Rahmenbedingungen meist klarer strukturiert, zum Beispiel durch Meetings in unterschiedlichen Räumen, Mittagspause oder den kurzen Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen. Das alles verschafft dem Gehirn eine Ruhepause, die es auch dringend benötigt, denn normalerweise ist der Arbeitsspeicher nach 45–90 Minuten voll. Wird dann keine kurze Pause gemacht – es reichen in der Regel 3 Minuten, in denen man sich streckt, lüftet oder den Kaffee bzw. Tee nachfüllt –, sinkt das Leistungsniveau über den Tag schneller ab.
Die menschliche Arbeitskurve unterliegt im Tagesverlauf allerdings immer Schwankungen. So ist man zumeist zwischen 9 und 11 Uhr am produktivsten, mittags folgt das Mittagstief und gegen 16 Uhr gibt es noch einmal ein kleines Leistungshoch, bevor die Müdigkeit einsetzt. Bei dieser Zeitrechnung werden natürlich die unterschiedlichen Tagesabläufe von Frühaufsteherinnen und Frühaufstehern oder von Menschen, die Schicht arbeiten oder nachts ihren Dienst antreten müssen, nicht berücksichtigt.

Auch andere Einflussgrößen können die Leistungskurve selbstverständlich beeinträchtigen, so zum Beispiel der Gesundheitszustand, Schlafmangel, Stress, andere Personen oder auch das Wetter.

Damit Sie Ihren Tagesablauf besser strukturieren können und so nicht nur bei der Arbeit effektiver sind, sondern auch mehr von Ihrem Familienleben haben, haben wir Ihnen ein paar nützliche Tipps zusammengestellt. So kann das Homeoffice neue Freiheiten für die Work-Life-Balance ermöglichen, statt zum Lagerkoller zu führen.

Routinen und Pläne

Es klingt nach Klischee und Wunschvorstellung, ist aber tatsächlich essenziell, um eine Struktur zu etablieren und allen im Haushalt einen gewissen Rahmenzeitplan aufzuzeigen. Das betrifft in diesem Fall nicht nur Ihren Arbeitsplan, sondern einen Tages- oder sogar Wochenplan. Gerade jetzt, wo oft auch die Kinderbetreuung zu Hause organisiert werden muss, sollte man sich vorab Gedanken machen, um am Ende nicht das Gefühl zu haben, überlastet und unzufrieden an allen Fronten zu versagen.
Planen Sie also feste Pausenzeiten ein (Frühstück, Mittagsessen, Abendessen), klären Sie mit allen ab, wann nicht gestört werden darf und wann gemeinsame Zeit genutzt werden kann. Wichtig ist hier, von Anfang an klar zu kommunizieren und sich Aufgaben zu teilen, aber vor allem standhaft zu bleiben. Hierbei ist nicht nur die Mitarbeit aller Beteiligten gefordert, sondern auch Selbstdisziplin. Halten Sie sich zum Beispiel an Uhrzeiten, denn zur Arbeit erscheinen Sie ja auch nicht jeden Tag zu anderen Zeiten, und erstellen Sie To-do-Listen. So können Sie Aufgaben priorisieren und Routineaufgaben am Ende des Tages erledigen.

Regelmäßige Bewegung

Damit wir im Homeoffice nicht zu Stubenhockerinnen und Stubenhockern werden, ist es wichtig, sich bewusst Zeit für Sport zu nehmen. Das macht nachweislich ausgeglichener und glücklicher und kann uns langfristig sogar zu mehr Energie verhelfen. Dabei muss es sich nicht immer um intensive Work-outs handeln. Schaffen Sie zum Beispiel mit einem Spaziergang im Grünen einen Ausgleich zum Arbeitsalltag.

Wenn die eigene Couch nach einem langen Arbeitstag doch zu verlockend ist, können Sie den inneren Schweinehund mit technischer Motivation überlisten. Setzen Sie sich ein tägliches Schritteziel, das Sie zum Beispiel mit Ihrem Smartphone nachverfolgen können. Das Gefühl, sich ausreichend bewegt zu haben, macht das Sofa noch viel bequemer und Sie langfristig gesünder. Wussten Sie, dass Sie in Zukunft auch Hörgeräte als Schrittzähler nutzen können? Dabei können Sie mit Hilfe von Detektoren bei einem Sturz sogar den Notruf wählen oder medizinische Werte an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin weiterleiten. So sind die Hörgeräte nicht nur Motivation, sondern auch Schutzengel.
Männer fahren mit dem Fahrrad

Räumliche Trennung

Der Name Home-„Office“ sollte ernst genommen werden. Arbeiten im Bett, vom Sofa aus oder in der Küche, wo ständig jemand zum Kühlschrank will, ist keine gute Idee. Wenn Sie wenig Platz haben, muss es nicht gleich ein eigener Raum sein, wenngleich das die beste Option wäre.

Am einfachsten ist es, Sie nutzen für Ihre Arbeit einen Ort, den Sie nicht für die Freizeit und Entspannung nutzen. Schaffen Sie sich ein Eckchen, wo es voll und ganz um Arbeit geht, damit Sie eine klare räumliche Trennung zwischen Arbeit und Freizeit schaffen. Diese Separation ist wichtig, weil Sie so den Abstand schaffen, der sonst vielleicht durch eine Autofahrt zur Arbeitsstelle gegeben ist.
älteres Paar sitzt auf dem Sofa vor dem Laptop

Arbeitsplatz-Ausstattung

Achten Sie darauf, dass Sie einen Platz auswählen, der nicht nur eine räumliche Trennung bietet, sondern auch praktisch und funktional ist, denn nicht nur am Arbeitsplatz gelten die Bedingungen des Arbeitsschutzes. Schaffen Sie also bewusst eine Arbeitsatmosphäre. Das setzt einen guten Sitzplatz voraus, der nicht auf Dauer Ihrem Rücken schadet und genug Licht bietet (ggf. auch durch Lampen), sowie einen ausreichend großen Bildschirm. Ihr Arbeitsplatz sollte so organisiert sein, dass Sie alles Wichtige zur Hand haben, ohne sich Platz zu rauben.

Sollten Sie den Arbeitsbereich doch auch anderweitig nutzen müssen, dann stellen Sie eine Kiste bereit, in der Sie nach getaner Arbeit alles verstauen können (Laptop, Kalender, Notizen, Arbeitshandy). So geht nichts verloren und Sie haben die Möglichkeit, die Arbeit besser abzuschließen – frei nach dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“.
Beachten Sie außerdem, dass der Datenschutz im Homeoffice gewahrt werden muss. Das heißt, keine andere Person sollte freien Zugang zu Ihrem Laptop haben oder freie Sicht auf Betriebsgeheimnisse oder personenbezogene Daten. Dafür sollten Sie den PC mit einem Passwort sichern, den Bildschirm in Ihrer Abwesenheit sperren und vielleicht sogar für einen Sichtschutz gegen Blicke durchs Fenster sorgen.
Mann sitzt vor seinen Laptop

Raumakustik

Auch die Raumakustik hat einen großen Einfluss auf die Produktivität im Homeoffice. Erinnern Sie sich an das eigentümliche Hallen der Stimme, als Sie durch die noch vollkommen leeren Räume des zukünftigen Zuhauses gelaufen sind? Auch möblierte Räume können diesen Effekt in abgeschwächter Form haben. Der kaum wahrzunehmende Nachhall macht es schwierig, sich auf wichtige Geräuschquellen zu konzentrieren.
Ein Laminat- oder Holzboden sieht zwar schön und elegant aus, kann jedoch den Schall zurückwerfen und so den Nachhall verstärken. Ein flauschiger Teppich unter dem Schreibtisch kann hier also nicht nur Ihre Zehen, sondern auch das Gehör verwöhnen. Auch lange, dicke Vorhänge können Schall „verschlucken“ und gleichzeitig verhindern sie, dass sich das Sonnenlicht am Computerbildschirm spiegelt.

Ruhe

Die Disziplin im Homeoffice zu bewahren, ist nicht immer einfach. Unterbrechungen, auch wenn sie noch so gut gemeint sind, bringen uns schnell aus der Routine. Schalten Sie nicht benötigte Geräte wie das private Handy ab, um mehr Ruhe zu schaffen. Mit Ohrstöpseln können Sie das Geschehen im Haus oder in der Wohnung einfach ausblenden. Das reduziert nicht nur den Stress, sondern fördert auch die Konzentration.

Auch moderne Technik kann helfen, sich akustisch abzuschirmen. Viele Kopfhörer, die über der Ohrmuschel liegen, bieten zum Beispiel eine Noise-Cancelling-Funktion. So kann die Außenwelt abgeschaltet und eine private Ruheoase geschaffen werden.
Mann sitzt mit Kopfhörer auf dem Kopf vor dem Laptop

Kleidung im Job

Im Pyjama zu arbeiten, mag verlockend sein, dennoch hilft angemessene Kleidung, die Arbeitswelt und Freizeit besser voneinander zu trennen, und sie verhindert im besten Fall auch peinliche Momente bei Video-Konferenzen mit den Kolleginnen und Kollegen.
Mann im Homeoffice auf der Couch mit seinem Laptop

Multitasking

Vermeiden Sie es, nebenher noch den Haushalt zu schmeißen, auch die Pausen sollten hierfür nicht genutzt werden. Am besten, Sie räumen sich hierfür eine feste Zeit am Tag ein. Das verhindert Stress und unnötige Unterbrechungen, außerdem weckt das keine falschen Erwartungen bei den anderen Familienmitgliedern.
Auch in Bezug auf die Unfallversicherung ist das wichtig. Denn nur Unfälle, die direkt mit der beruflichen Tätigkeit zusammenhängen, sind über den Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin versichert. Verletzten Sie sich also während Ihrer beruflichen Tätigkeit am PC, sind Sie versichert. Passiert jedoch ein Missgeschick beim Teekochen oder Wäschewaschen, handelt es sich nicht mehr um einen Arbeitsunfall.

Kommunikation

Nicht wenige arbeiten üblicherweise im Großraumbüro statt im Einzelbüro. Da wird schnell mal etwas über den Tisch hinweg, zwischen Tür und Angel oder in der Teeküche besprochen. Dieser „Flurfunk“ fehlt plötzlich, ebenso der kreative Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen im Büro. Damit der Kontakt nicht verloren geht, tauschen Sie sich am besten per Telefon oder Videochat aus. Das hilft, den Anschluss nicht zu verlieren, stärkt die Moral und beugt einem Lagerkoller vor. Außerdem bleiben Sie so für die Kolleginnen und Kollegen, aber auch für die Vorgesetzten sichtbar und vermeiden das Vorurteil, Sie würden zu Hause nur faulenzen.
Sollte es manchmal an der Qualität der Gesprächsübertragung hapern, kann es sich lohnen, von den Lautsprechern des Laptops auf ein Headset umzusteigen. So wird die Tonqualität für beide Seiten deutlich verbessert. Das ist übrigens auch für Hörgeräte-Trägerinnen und Hörgeräte-Träger möglich: Moderne Hörgeräte können als Headsets fungieren und werden dafür einfach via Bluetooth direkt mit dem Telefon oder Computer verbunden. Außerdem gibt es heute viel nützliches Zubehör, um den Berufsalltag und private Telefongespräche zu erleichtern.

Gehörschutz

Falls Ihre Wohnung zu hellhörig ist, probieren Sie doch mal unseren Gehörschutz aus. In unserem Hansaton Onlineshop lassen sich kontaktlos normale Ohrstöpsel bestellen, aber auch Gehörschutz mit Filter. In unserem Blog zum Thema Gehörschutz finden Sie zusätzliche Infos – schauen Sie doch mal rein!
weißer und pinker Ohrstöpsel
Sehen Sie das Homeoffice als eine persönliche Chance für Familie und Karriere. Einer Studie nach hat das Homeoffice nämlich auch für die Arbeitgeberin oder den Arbeitgeber einige Vorteile. Durch mehr Flexibilität und das entgegengebrachte Vertrauen steigt laut der Studie die Produktivität, Bürokosten werden eingespart, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind seltener krank und arbeiten sogar freiwillig länger. Allgemein sind Angestellte im Homeoffice also zufriedener, motivierter und loyaler.

Wichtig ist, dass diesbezüglich die Wahrnehmung auf beiden Seiten stimmt, auch wenn die erbrachte Leistung nicht vor den Augen der Vorgesetzten erledigt wird. Am besten ist es, wenn Sie regelmäßig Gespräche zur Zielerfüllung führen und genaue Absprachen treffen. Denn wer langfristig auch im Homeoffice Karriere machen möchte, muss seine Erfolge sichtbar machen. Am Ende fühlt sich so auch niemand ausgenutzt oder übervorteilt.

Und zu guter Letzt: Seien Sie gut zu sich selbst! Überfordern Sie sich nicht, schätzen Sie Ihr Können und Ihre Leistungsfähigkeit realistisch ein und gestehen Sie sich auch mal schlechte Tage zu.

Wir wünschen viel Erfolg ... und bleiben Sie gesund!

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