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Geschwollene Ohrläppchen sind richtig unangenehm. Ein rotes, heißes und schmerzhaftes Ohrläppchen kann durch viele Ursachen entstehen. Aber egal, ob ein neues Paar Ohrringe oder eine Verletzung daran schuld ist, es gibt Möglichkeiten, die Schmerzen zu lindern. Keine Sorge! Obwohl geschwollene Ohrläppchen keineswegs angenehm sind, können sie in den meisten Fällen mit Hausmitteln, rezeptfreien Salben oder Medikamenten behandelt werden. Bei extremen Symptomen sollten Sie sich jedoch immer an eine Ärztin oder einen Arzt wenden.

Was sind die Ursachen für geschwollene Ohrläppchen?

Hier haben wir ein paar Ursachen aufgezählt.
Ohrlochstechen
Ein Piercing ist bei Weitem der häufigste Grund für rote, heiße und geschwollene Ohren. Ein gewisser Schmerz und eine Schwellung nach dem Piercen sind normal und zu erwarten. Die Schwellung sollte jedoch innerhalb weniger Tage abklingen. Wenn die Schmerzen stärker werden und länger anhalten, kann es sich um eine Infektion handeln oder Ihr Körper stößt das Piercing ab. Dann ist es an der Zeit, eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen. Um eine Infektion zu vermeiden, ist es wichtig, den Empfehlungen Ihres Piercers oder Ihrer Piercerin zur Desinfektion und Reinigung zu folgen.
Verletzung oder Trauma
Jede Verletzung und jedes Trauma, das dem Ohrläppchen zugefügt wird, kann zu einer Schwellung führen. Schon ein zu enger Ohrring kann ausreichen, um die unangenehmen Symptome von geschwollenen Ohrläppchen, Schmerzen, Druckempfindlichkeit und wunder Haut hervorzurufen.
Blumenkohlohr (Ohrhämatom)
Ein Othämatom, auch Ringerohr oder Blumenkohlohr genannt, ist ein besonderes Beispiel für eine Verletzung des Ohrs. Kampfsportarten wie Boxen und Ringen sind Risikofaktoren. Das Blumenkohlohr entsteht, wenn sich aufgrund eines Traumas am Ohr Blut in der Ohrmuschel sammelt. Schwellungen, Schmerzen und Blutergüsse sind typische Begleiterscheinungen.
Nickelallergie
Nickel ist weltweit eine der häufigsten Ursachen für Kontaktallergien. Woher wissen Sie also, ob Sie betroffen sind? Die meisten Menschen finden heraus, dass sie eine Nickelallergie haben, wenn sie sich ein Ohrloch stechen lassen. Wenn Sie empfindlich oder allergisch sind, kann an der Stelle, an der das Nickel mit Ihrer Haut in Berührung gekommen ist, juckende, entzündete, gerötete Haut oder ein Ausschlag auftreten.

Obwohl die Anzeichen einer allergischen Nickeldermatitis bei den meisten Menschen nur an der Stelle auftreten, an der die Haut mit Nickel in Berührung gekommen ist, können bei einigen Menschen auch andere Symptome auftreten, beispielsweise kann ein Handekzem entstehen. Leider gibt es keine Heilung für allergische Kontaktdermatitis – Betroffene müssen Nickel meiden, denn sie vertragen weder Schmuck noch Kleidung, die auch nur eine geringe Menge Nickel enthalten.
Mastoiditis
Die Mastoiditis ist eine mögliche Komplikation der akuten Otitis media (Mittelohrentzündung). Sie ist nach der charakteristischen Entzündung des Warzenfortsatzes des Schläfenbeins (Processus astoideus) benannt. Dank Antibiotika ist die Behandlung im Allgemeinen erfolgreich.

Die Symptome richtig zu erkennen, ist jedoch äußerst wichtig, weil eine unbehandelte Mastoiditis zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen kann, beispielsweise zu Meningitis, einem intrakraniellem Abszess und venöser Sinusthrombose. Achten Sie auf die folgenden Symptome: Hörverlust, Schmerzen, Fieber und Ausfluss aus dem Ohr sind typische Anzeichen einer Mastoiditis.
Insektenstiche
Während Insektenstiche in den meisten Fällen harmlos sind und innerhalb von ein oder zwei Tagen von selbst abklingen, kann ein Stich im Ohrläppchen manchmal Schwellungen und Juckreiz auslösen. Je nach Art des Insekts kann die Behandlung unterschiedlich ausfallen. Üblich sind jedoch rezeptfreie Salben, die den Juckreiz und die Entzündung lindern.
Abszess
Ein Abszess ist ein eitriges Geschwür und in der Regel das Ergebnis einer bakteriellen Infektion. Er kann überall am Körper auftreten (sogar an den Ohrläppchen), wenn sich ein Körperteil entzündet. Er entsteht durch eine Immunreaktion des Körpers, wenn weiße Blutkörperchen an die Infektionsstelle geschickt werden.

Diese weißen Blutkörperchen sammeln sich dann im geschädigten Gewebe und lösen eine Entzündung aus.
Leider kann sich dabei Eiter aus einer Mischung aus lebenden und toten weißen Blutkörperchen, Keimen und abgestorbenem Gewebe bilden. Diesen Zustand sollten Sie nicht unbehandelt lassen, sonst schwellen Ihre Ohrläppchen weiter an. Neben Eiter und Schwellungen können auch Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit, Läsionen und Entzündungen auftreten.
Entzündung des Unterhautgewebes (Zellulitis)
Zellulitis ist eine potenziell schwere bakterielle Hautinfektion. Bei dieser häufigen Erkrankung schwillt die Haut an, wird rot, schmerzt und fühlt sich heiß an. Zellulitis tritt häufig an den Unterschenkeln auf, aber auch im Gesicht, an den Armen und an anderen Körperteilen wie den Ohren ist sie nicht ungewöhnlich.

Durch rissige Haut können Bakterien in die Haut eindringen. Bleibt die Infektion unbehandelt, kann sie sich schnell auf die Lymphknoten ausbreiten. Gelangt die Infektion in den Blutkreislauf, kann sie sogar lebensbedrohlich werden. Wenn Sie also den Verdacht auf eine Zellulitis haben, sollten Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen
Außenohrentzündungen
Die Otitis externa, auch Schwimmerohr genannt, tritt am häufigsten bei Kindern zwischen 7 und 12 Jahren auf. Die Erkrankung betrifft den äußeren Gehörgang, der vom Außenohr zum Trommelfell führt. Die Hauptsymptome der Otitis externa sind Schwellungen, Ohrenschmerzen und ein juckender Gehörgang.

Wie behandelt man geschwollene Ohrläppchen?

So wie es keine einheitliche Ursache für geschwollene Ohrläppchen gibt, so variieren auch die Behandlungsmethoden. In den meisten Fällen kann die Schwellung mit einem kühlenden Umschlag behandelt werden. Aber wenn Sie vermuten, dass eine Zyste der Grund für Ihr geschwollenes Ohrläppchen ist, ist eine warme Kompresse möglicherweise besser geeignet. Wenn Sie starke Schmerzen haben, können Sie es mit rezeptfreien Schmerzmitteln versuchen. Bakterielle Infektionen müssen jedoch mit Antibiotika behandelt werden, weshalb wir Ihnen dringend empfehlen, Ihr Ohr von einer medizinischen Fachkraft untersuchen zu lassen. Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt wird Ihnen entweder ein topisches oder ein orales Antibiotikum verschreiben. Antihistaminika und Hydrocortison-Cremes eignen sich hervorragend für Insektenstiche.

Geschwollene Ohrläppchen können in den allermeisten Fällen wirksam zu Hause behandelt werden. Aber in schwereren Fällen – vor allem, wenn Fieber hinzukommt und Sie eine bakterielle Infektion vermuten – sollten Sie nicht zögern, einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen. Das Austreten von gelber oder grüner Flüssigkeit ist jedenfalls ein eindeutiges Zeichen dafür, dass Sie ärztliche Hilfe benötigen. Abszesse und Zysten müssen möglicherweise chirurgisch entfernt werden.

Tipps zur Vorbeugung

Mit gesundem Menschenverstand lässt sich das Anschwellen Ihrer Ohren weitgehend verhindern.
  • Vermeiden Sie Verletzungen und Traumata an Ihren Ohren
  • Befolgen Sie die Anweisungen zur Reinigung nach dem Stechen eines Ohrpiercings
  • Tragen Sie beim Ausüben von Kampfsportarten eine Schutzausrüstung
  • Vermeiden Sie nickelhaltige Ohrringe, wenn Sie darauf allergisch sind
  • Halten Sie Insektenstiche sauber
  • Achten Sie auf Anzeichen für bakterielle Infektionen
  • Reinigen Sie Ihre Ohren, indem Sie einen sauberen, feuchten Waschlappen nur an der Außenseite des Ohrs verwenden

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Sie sollten nicht zögern, eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen, wenn Ihre Schmerzen nach einigen Tagen häuslicher Behandlung nicht abklingen oder sich Ihre Symptome verschlimmern. Wenn Sie vermuten, dass Sie eine Zellulitis, einen Abszess oder eine Mastoiditis haben, sollten Sie ebenfalls sofort eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Sie bzw. er kann eine Diagnose stellen und Ihnen die für Sie am besten geeignete Behandlung empfehlen.

Zusammenfassung

Geschwollene Ohrläppchen können viele verschiedene Ursachen haben. Häufige Gründe sind Ohrlochstechen, Insektenstiche, Verletzungen, Nickelallergie, Mastoiditis, Abszesse und Zellulitis. Welche Behandlung die beste ist, hängt von der Ursache des Problems ab. Während rezeptfreie Salben oft ausreichen, sind manchmal orale oder topische Antibiotika erforderlich. Eine Ärztin oder ein Arzt kann bei der Diagnose helfen und gegebenenfalls ein Antibiotikum verschreiben.
Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschließlich zu Schulungs- und Informationszwecken. Diese Informationen sind kein Ersatz für eine professionelle medizinische Beratung. Wenn Sie Fragen bezüglich Ihrer Gesundheit haben, sollten Sie sich immer an eine Ärztin, einen Arzt oder eine andere medizinische Fachkraft wenden.