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Gesunde Ohren sorgen für Lebensqualität, erleichtern unsere Kommunikation und stärken die Verbindung zu unseren Mitmenschen. Das menschliche Ohr ist jedoch ein empfindliches Organ und kann durch Überbeanspruchung – oder auch einfach mit dem Alter – an Leistung verlieren. Falls Sie das Gefühl haben, dass Ihr Hörvermögen möglicherweise beeinträchtigt ist, empfehlen wir Ihnen, einen Hörtest zu machen – er dauert nicht lange und verschafft Ihnen Sicherheit.

Was passiert beim Hörtest?

Zu Beginn stellt Ihnen der Hörakustiker oder die Hörakustikerin einige Fragen zu Ihrer persönlichen Situation. Zum Beispiel: Wie kommen Sie darauf, dass Sie schlechter hören? Sind Sie im Beruf extremen Lautstärken ausgesetzt? Ihre Antworten ermöglichen eine erste Einschätzung. Der Test selbst wird letztendlich unter Laborbedingungen, und nicht unter Realbedingungen durchgeführt. Im Alltag ist Ihr Gehör noch ganz anderen Belastungen ausgesetzt. Diese werden bei der Auswertung des Tests miteinbezogen.

In der Regel findet der Hörtest in einem geräuschisolierten Raum oder einer schalldichten Kabine statt. Über Kopfhörer werden Ihnen Töne mit verschiedenen Frequenzen vorgespielt. Diese Töne decken den Frequenzbereich von 125 bis 8000 Hertz ab – also von sehr tief bis sehr hoch. Sie werden für jedes Ohr einzeln eingespielt und beginnen zunächst sehr leise – im nicht hörbaren Bereich – und nehmen langsam an Lautstärke zu. Sobald Sie den Ton das erste Mal wahrnehmen, geben Sie dies an. Meist wird dazu ein Knopf oder eine Taste gedrückt.

Im Anschluss an den Test per Kopfhörer kann der gleiche Test noch einmal mittels Vibration auf die Schädelknochen durchgeführt werden. Dies ist notwendig, um eine eventuelle Schädigung des Mittelohrs festzustellen oder auszuschließen. Der Hörtest dauert nicht lange und gibt Aufschluss darüber, wie es um Ihre Hörleistung steht. Anhand Ihrer Reaktionen kann der Akustiker oder die Akustikerin eine Hörkurve erstellen. Diese bildliche Darstellung Ihres Hörvermögens nennt sich Audiogramm. Das Ergebnis des Hörtests bildet die Grundlage für die weitere persönliche Beratung und Vorgehensweise. Danach erfolgt die Auswertung der Messungen.

Wenn bei Ihnen kein Hörverlust festgestellt werden konnte, wird Ihnen Ihr Hörakustiker oder Ihre Hörakustikerin raten, in ein bis fünf Jahren – je nach Lebensalter – wieder zum Hörtest zu kommen und Ihr Gehör in der Zwischenzeit vor lauten Geräuschen zu schützen. Sollte bei Ihnen ein Hörverlust festgestellt werden, wird gleich eine Ohrabformung für ein spezielles Ohrpassstück erstellt. Ohrpassstücke (Otoplastiken) werden für den optimalen Sitz und Klang im Ohr individuell angefertigt und später mit der Hörhilfe kombiniert.

Der Hörtest wird über ein sogenanntes Audiogramm ausgewertet. Es zeigt die Testtöne auf einer Skala und gibt so Auskunft über die Hörschwelle in Dezibel. Daran kann die HNO-Ärztin oder der Hörakustiker ablesen, auf welchen Frequenzen Abweichungen vom normalen Hören bestehen. Dies hilft nicht nur, verschiedene Arten von Hörstörungen zu diagnostizieren, sondern auch das passende Hörgerät auszuwählen.
Der Hörtest ist also nicht nur ein wichtiger Teil der Diagnose, sondern auch Teil der Beratung beim Kauf von Hörgeräten. Im Anschluss daran wird Ihnen der Hörakustiker bzw. die Hörakustikerin verschiedene Hörgeräte zum Test vorschlagen, sodass individuell geprüft werden kann, welches Modell am besten für Sie geeignet ist.
Schlussendlich erfolgt die Auswahl der passenden Hörgeräte und deren Anpassung. Unsere erfahrenen Fachleute stimmen Ihre Hörhilfe mithilfe modernster Computer-Software genau auf Ihre individuellen Bedürfnisse ab.

Tipps gegen die Aufregung

Viele Menschen sind vor einem Hörtest sehr aufgeregt. Zum einen, weil sie nicht genau wissen, was auf sie zukommt, zum anderen, weil sie das Ergebnis fürchten.

In beiden Fällen kann die Nervosität das Testergebnis negativ beeinflussen. Wie schnell Sie einen Ton erkennen, hängt von der Reaktionsschnelligkeit, aber auch von Ihrer Tagesform (Sind Sie ausgeschlafen, gestresst oder müde?) ab. Nehmen Sie sich also ausreichend Zeit und versuchen Sie, entspannt zum Hörtest zu kommen. Eine Begleitung, die beruhigend auf Sie wirkt, kann ebenso hilfreich sein.

Einige Tipps zur Vorbereitung können helfen, die Nervosität zu verringern:

  • Lassen Sie sich in aller Ruhe den Ablauf erklären
  • Drücken Sie die Knöpfe probeweise bereits vor Testbeginn
  • Achten Sie darauf, dass die Kopfhörer gut sitzen.
  • Nehmen Sie, wenn nötig, die Brille ab oder schieben Sie sich die Haare hinter das Ohr.
  • Versuchen Sie ruhig zu atmen und möglichst bequem zu sitzen
  • Das Tempo, mit dem der Ton lauter wird, lässt sich reduzieren.
  • Auch die zeitlichen Abstände zwischen den Tönen lassen sich vergrößern.
  • Scheuen Sie sich nicht, um eine geringere Geschwindigkeit zu bitten.
  • Jeder Test kann wiederholt werden!
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