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Das Heimtückische an einer Hörminderung ist, dass sie sich in den meisten Fällen schleichend entwickelt. Schritt für Schritt gehen die Lebensfreude und Lebensqualität verloren. Es ist wichtig, die ersten Anzeichen richtig zu deuten und der Hörminderung so früh wie möglich entgegenzuwirken.

Erste Anzeichen

Meist treten die ersten Anzeichen eines Hörverlusts ab dem 50. Lebensjahr auf, doch auch Kinder und junge Erwachsene können unter einem eingeschränkten Hörvermögen leiden. Nach mehrjähriger Überbelastung des Gehörs werden normalerweise zuerst Töne mit hohen Frequenzen von 2000 bis 5000 Hz nicht mehr gehört. Diese Frequenzen sind für das menschliche Ohr kaum wahrnehmbar und betreffen daher den Sprachbereich nur am Rand. Deshalb wird ein schleichend einsetzender Hörverlust zuerst gar nicht bemerkt, bis sich weitere Anzeichen der Hörminderung häufen. Die eigene Schwerhörigkeit einzugestehen, ist nicht immer einfach, aber der erste Schritt zur Besserung.

Für den Partner, die Partnerin oder andere Angehörige ist der Fall oft schon klar, während die Betroffenen selbst noch der Meinung sind: „Bei mir ist alles in Ordnung.“

Fragen zur Selbsteinschätzung:

Wenn Sie oder andere Menschen den Eindruck haben, dass Ihr Hörvermögen nachgelassen hat, können Sie sich im Vorfeld Ihres Hörtests auch leicht selbst prüfen: Wenn Sie etwas Geflüstertes aus zwei Metern Entfernung noch verstehen können, liegt wahrscheinlich keine Schädigung Ihres Gehörs vor.

Die Beantwortung der folgenden Fragen jeweils mit „Ja“ oder „Nein“ kann Ihnen auch bei einer ersten Einschätzung helfen:
Gespräche
  • Empfinden Sie Sprache und Geräusche zwar als laut genug, aber als unklar?
  • Haben Sie das Gefühl, viele Menschen nuscheln oder sprechen undeutlich?
  • Bitten Sie Gesprächspartner häufig, etwas zu wiederholen?
Spezielle Situationen
  • Haben Sie am Telefon Schwierigkeiten, alles zu verstehen?
  • Sitzen Sie bei Vorträgen oder im Theater am liebsten ganz vorn?
  • Ist es in großen Runden schwierig für Sie, dem Gespräch zu folgen?
  • Wird das umso schwieriger, wenn es viele Hintergrundgeräusche gibt?
  • Empfinden Sie Smalltalk – einen lockeren Plausch – als gar nicht locker, sondern als anstrengend?
  • Haben Sie die Freude an Feiern und Veranstaltungen verloren?
Alltag
  • Werden Sie manchmal gefragt, warum Ihr Fernseher so laut eingestellt ist? Kommt es vor, dass Sie die Türklingel oder das Telefon überhören?
  • Haben Sie das Gefühl, dass draußen immer weniger Vögel singen?
  • Werden Sie manchmal, wenn Sie zu Fuß gehen, von einem vorbeifahrenden Fahrzeug erschreckt, weil Sie es nicht gehört haben?
  • Haben Sie manchmal oder permanent ein Geräusch im Ohr – einen Tinnitus?
  • Bei ehrlicher Beantwortung kommen Sie schnell zu einer realistischen Einschätzung Ihres eigenen Hörvermögens. Wenn Sie mehr als zwei Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, sollten Sie Ihr Gehör von einer Hörgeräteakustikerin oder einem HNO-Arzt professionell prüfen lassen. Termin vereinbaren

Die 5 häufigsten Indizien für eine Hörminderung:

  • Sie haben Schwierigkeiten, Personen am Telefon zu verstehen. Die meisten Telefone haben eine bestimmte Lautstärkeeinstellung, daher haben Sie möglicherweise kein Problem, Ihre Gesprächspartner und Gesprächspartnerinnen zu hören, weil Sie die Lautstärke auf das Maximum aufgedreht haben. Prüfen Sie die Einstellungen am Telefonhörer. Wenn er auf maximale Lautstärke eingestellt ist, sollten Sie einen Hörakustiker oder eine Hörakustikerin von Hansaton kontaktieren.
  • Sie haben Schwierigkeiten, in lauter Umgebung zu hören. Obwohl Sie sonst gut hören können, haben Sie Probleme, Menschen in Umgebungen mit vielen Hintergrundgeräuschen zu verstehen – in Restaurants, Menschenmengen und auf belebten öffentlichen Plätzen. Eine Hörminderung kann das Ausblenden von Hintergrundgeräuschen erschweren – ein Problem, das mit einem Hörgerät behoben werden kann.
  • Sie sprechen sehr laut. Hörminderung betrifft nicht nur externe Geräusche, sondern auch die Fähigkeit, die Töne Ihrer eigenen Stimme zu verarbeiten, was zur Folge hat, dass die betroffenen Personen dazu neigen, lauter zu sprechen. Wenn Sie von Ihrer Familie, Ihren Freunden und Freundinnen oder Kollegen und Kolleginnen regelmäßig hören, dass Sie zu laut reden, ist es an der Zeit, Ihr Hörvermögen überprüfen zu lassen.
  • Die Lautstärke ist maximal aufgedreht. Wenn die Lautstärke bei Ihrem Fernseher, Radio oder iPod voll aufgedreht sein muss, damit Sie etwas hören können, könnte ein Hörproblem vorliegen. Das gilt vor allem für jene, die über einen langen Zeitraum laute Musik hören, in Bands spielen oder häufig auf Rock-Konzerte gehen – die Auswirkung von jahrelangem Hören lauter Geräusche oder Musik kann Ihr Gehör möglicherweise geschädigt haben. Dies gilt nicht nur für ältere Personen. Heute sind immer mehr jüngere Menschen mit Hörproblemen konfrontiert, die dadurch entstanden sind, dass sie über einen langen Zeitraum lauten Geräuschen ausgesetzt waren. Wenn die Lautstärke so hoch ist, dass andere Sie darauf ansprechen, suchen Sie einen Hörakustiker oder eine Hörakustikerin von Hansaton auf.
  • Sie verstehen nicht, was andere sagen. Da die menschliche Sprache ein komplexes Signal ist, das sowohl tiefe, mittlere als auch hohe Frequenzen enthält, überhören Menschen mit Hörminderungen oftmals Wörter oder Satzteile oder verstehen sogar ganze Sätze nicht. Wenn Sie oftmals andere Menschen bitten müssen, zu wiederholen, was sie gerade gesagt haben, und häufig die Worte „Wie bitte?“ verwenden müssen, haben Sie wahrscheinlich Hörprobleme, die dazu führen, dass Sie Gesprächen nicht richtig folgen können.
All dies können Indizien für eine Hörminderung sein. Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Sie an einem Hörverlust leiden, machen Sie am besten einen kostenlosen Online-Hörtest. Bestätigt der Test Hörprobleme bzw. eine Schwerhörigkeit, empfehlen wir Ihnen eine genauere Untersuchung bei einem unserer Hörgeräteakustiker bzw. einer unserer Hörgeräteakustikerinnen oder bei einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder einer Hals-Nasen-Ohren-Ärztin (HNO-Arzt/-Ärztin). Sie können die Ursache erkennen, Ihnen die richtige Therapie vorschlagen und entscheiden, ob Ihnen ein Hörgerät helfen kann, Ihr Hörvermögen wieder zu verbessern.

Falls Sie ein Hörgerät benötigen sollten, erfahren Sie hier mehr zu den verschiedenen Arten von Hörgeräten. Bei der Auswahl des richtigen Modells berät Sie gerne eine unserer kompetenten Hörgeräteakustikerinnen.

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